7. Tag -
Mit dem Auto von Funchal nach Curral das Freiras.
Wanderung ins Tal der Nonnen.
Wegbeschreibung: Anspruchsvolle Wanderung mit
anstrengendem Auf und Abstieg von ca. 600 Höhenmetern. Trittsicherheit
erforderlich.
Curall
das Freiras, übersetzt "Pferch oder Stall der Nonnen"
liegt in einem imposanten Talkessel, der den
Eindruck eines großen Vulkankraters erweckt. Bereits die Fahrt auf der
sich in die Höhe schraubenden, kurvenreichen Straße durch Eukalyptus-
und Pinienwälder ist ein Abenteuer.
Erster
Höhepunkt war der Aussichtspunkt
Eira do Serado auf 1094 Meter. Am Parkplatz beginnt der
serpentinenreiche
Wanderweg hinab in den Ort (ca. 90 Minuten). Auf dem Weg hat man sehr
schöne Ausblicke auf den Ort und das Tal, die diesen Abstieg sehr
lohnend machen. Der Rückweg war sehr anstrengend. Besser wäre es gewesen
mit dem Bus zum Aussichtspunkt zu fahren, zu dem Ort wandern und dann
wieder von Curall das Freiras mit dem Bus nach Funchal zurück.
8. Tag -
Spaziergang zu den Markthallen und durch die Altstadt von Funchal.
Besuch des botanischen Gartens und Abendessen auf der Terrasse des Lido Restaurants mit herrlichem Blick aufs Meer.

Nach
der gestrigen doch sehr anstrengenden Tour wollten wir es etwas lockerer
angehen lassen. Es war Markttag in Funchal und diesen sollte man sich
nicht entgehen lassen. Die beste Besuchszeit ist der frühe Vormittag.
Die heutige Markthalle wurde 1940 eröffnet. Vom Haupteingang mit großen
blauweißen Kachelbildern
kommt
man zu dem
schönen,
gepflasterten, mit Bäumen bestandenen Innenhof.
Im Innenhof und auf der Galerie im ersten Stock sind die Verkaufsstände
der Gemüse-Obst und Blumenhändler aufgebaut, die mit ihrer großen
Farbenpracht die Käufer und Besucher anlocken.
Die
Blumenfrauen in ihrer einheimische Kleidung bieten
Strelitzien, Orchideen und
Calla versandfertig verpackt an die Touristen an. Daneben gibt es
Stände mit
Fleisch, Molkereiprodukten, Brot und Eiern. Im hinteren Teil der
Markthalle ist der Fischmarkt untergebracht, wo fangfrische Fische
verkauft werden. Die Artenvielfalt auf den Tischen ist enorm.
Besonders auffällig sind die pechschwarzen, langen, schlangenähnlichen
Espadas, eine madeirenische Spezialität.


Nach der Besichtigung der Markthalle machten wir uns auf den Weg
in die Altstadt von Funchal. Die Zona Velha ist
ein Gewirr aus malerischen Gassen. Das Viertel mit den
Kopfsteingepflasterten

Straßen
und den alten Häusern ist für Autos gesperrt. Viele neu
restaurierte Cafes und Restaurants sowie kleine Bars aus denen
die sentimentalen Klänge des Fados zu hören sind machen dieses
Kleinod so liebenswert. In der Nähe ist auch die malerische
Festung
Sao Tiago
die
am östlichen
Ende
der
Zona Velha steht. Von dem Vorplatz der Festung kann man
hinuntergehen zu dem kleinen, groben Kieselstrand "Preia das
Estrelas"
Mit dem Bus fuhren wir dann wieder
zurück
ins Centrum
von Funchal, denn wir wollten noch den botanischen Garten Camino
de Meio besuchen. Dieser liegt oberhalb von Funchal und ist mit
seiner artenreichen und üppigen Pflanzenwelt ein beliebter touristischer
Anziehungspunkt. Auf einer Fläche von 35.000 m2 findet man
Pflanzen
von allen Kontinenten und allen Klimazonen. Zum
herrlichen Park gehören drei Aussichtsterrassen mit Blick auf Funchal.
Mehrere Teiche und Springbrunnen sowie ein kleines Cafe sind in dem Park
mit unter gebracht. Es war trotz allem wieder ein anstrengender Tag mit
sehr schönen Ein- und Ausblicken. Den Abend verbrachten
wir auf der
Terrasse
des Lidorestaurants mit herrlichem Blick auf das Meer und einem sehr
guten Essen, das hier die Küche bietet.