Oskar der Reisevagabund

Oskar´s Reisebericht

Madeira 6. Tag

Autotour von Funchal in den Nordwesten über die Paul da Serra und zurück über den Encoumeada Pass.

AutorouteBergstraßeMit einem gemieteten VW Golf war unsere erste Tagestour eine der reizvollsten auf Madeira. Ein Zwischenaufenthalt war eine Wanderung in Rabacal zu den 25 Wasserfällen. Man sollte sehr früh aufbrechen um diese Tour mit Wanderung an einem Tag zu schaffen. Wir fuhren von Funchal in Richtung Ribeira Brava.

Blick vom Pico da Tore auf Camera de LobosBlick vom Capo GiaroDie kurvenreiche Küstenstraße führt bis Camera de Lobos. Unendlich viele Bananenplantagen sind das auffälligste auf diesem Streckenabschnitt. Falls man dieses Fischerstädtchen noch nicht besucht hat, sollte man unbedingt hier einen Stopp einlegen. Am Ortsausgang kommt man zur Auffahrt des Pico da Tores. Der Überblick auf die Bucht von Camera de Lobos ist beeindruckend.

Capo Giaro, Blick in die TiefeDie nächsten Kilometer zum Capo Giaro sind gut ausgeschildert. Ribeira BravaDie Besichtigung des 580 m hohen Kliffs gehört zu den Höhepunkten der Insel. Besonders der Blick in die Tiefe ist gewaltig und nur etwas für Schwindelfreie. Das Kliff gehört zu den höchsten der Welt. Das nächste Ziel war das Städtchen Ribeira Brava. Ein kurzer Aufenthalt ist angebracht. Die kleine Stadt ist leicht zu erkunden.

Die Kirche Sao BentoDie zahlreichen Tische der Cafes bzw. Restaurants mit Blick auf das Meer laden zum verweilen ein. Auch die Kirche Sao Bento mitAuf dem Wg zum Encoumeada Passihrem großen Vorplatz ist sehenswert. Weiter geht es dann in nördlicher Richtung durchs Inselinnere. Unsere nächsten Ziele waren der Ort Serra de Agua und der Gebirgspass Boca de Encoumeada. Kurz vor Serra de Agua, was übersetzt "Gebirge des Wassers" bedeutet beginnt der stetige Aufstieg in die Bergwelt Madeiras.

Encoumeada PassWolken über den Encumeada PassIm Ort selbst gibt es nichts Besonderes zu sehen. Einen schönen Aussichtspunkt bietet der in 634 m Höhe gelegene Pousada dos Vinhaticos. Hier hat man einen Blick auf dem Ort und kann auch die Bergwelt bewundern. Auf 1007 m liegt der Encoumeada Pass, an dem sich die wichtige Nord-Süd-Achse zwischen Sao Vincente und Ribeira Brava mit der Hochstraße, die auch nach Porto Moniz führt, kreuzt. Wir hatten schönes Wetter und konnten von einem der vielen Aussichtspunkte eine tolle Aussicht genießen.

Berg Panorama

Wir sahen die Nordküste mit Sao Vicente und die Südküste mit Ribeiro Bravo. Im Westen erkannten wir die Hochebene Paul da Serra und im Osten die höchsten Berggipfel der Insel. Interessant ist auch das Spiel der Wolken, wenn diese die Hochebene überqueren um dann steil an den Berghängen abzufallen. Wir fuhren, nachdem wir uns satt gesehen hatten, zu unserem nächsten Ziel nach Rabacal. StreckeRibeira Brava WolkenwanderungZunächst fährt man noch durch bergiges und bewaldetes Gebiet, doch dann wechselt die Vegetation und nur niedere Sträucher und Büsche sowie Weidelandschaft die hauptsächlich aus Heidekraut besteht, bestimmen das Landschaftsbild.

Levadaweg zu den 25 FontesWasserfallWir passieren die Abzweigung nach Arco da Calheta, nach weiteren 5 Kilometer führt rechts ein unscheinbarer Weg zu einem der bekanntesten Ausflugziele auf der Insel, Rabacal. Es ist der Ausgangspunkt für die Wanderung zu einem Wasserfall und der Levada das 25 Fontes (Quellen) die hier einen kleinen halbrunden Teich speisen.

Wegbeschreibung: Mittelschwere Levadawanderung mit einem Auf-und Abstieg von etwa 80 Höhenmetern. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erforderlich.
Gehzeit: 2 Stunden mit Rückweg.

WanderrouteRabacal Risco WasserfallÜppig mit einheimischem Lorbeerwald bewachsen ist der obere Teil des Tales der Ribeira da Janela in dem die Levada da 25 Fontes verläuft. Ein einmaliges Naturschauspiel begleitet einen an der unzugänglich wirkenden Landschaft, bis zum Ziel der Wanderung. Nach einer kurzen, intensiven Pause ging es den selben Weg zurück zum Parkplatz. Wir setzen die Fahrt durch das nahezu unberührte Hochland Madeiras fort.
NordküsteAn geeigneten Stellen machten wir haltDas Tal von Seixalum die besondere Landschaftsform zu genießen. Im Norden sieht man das tief eingeschnittene Tal Ribeira do Seixal. Wir fuhren weiter Richtung Porto Moniz. An einem ausgeschilderten Miradouro Porto Monizhat man einen tollen Überblick auf den Ort bevor es dieLavapools Porto MonizSerpentinen hinunter nach Porto Moniz geht. Die Höhepunkte von Porto Moniz sind ohne Zweifel die Lavapools mit der kleinen Vorgelagerten Ilheu Mole mit dem Leuchtfeuer.

Um die Naturbecken liegt das Lavapools Porto Moniztouristische Zentrum des Ortes. Nach diesem Aufenthalt fuhren wir weiterTunnel nach Sao Vicence. Die wildromantische Nordküstenstraße war ein weiterer Höhepunkt dieser Tagestour. Das besondere daran ist die Mischung zwischen der Lage unmittelbar am

Hafen von SeixalAtlantik mit den vorgelagerten Brandungsfelsen und der engen Straße selbst, die durch einige Tunnel geführtStrasse nach Sao Vincencewird. Wir durchquerten einige Tunnels und waren dann in Seixal. Hier machten wir noch einmal eine kurze Pause bevor wir auf der eindrucksvollen Strasse die letzten Kilometer nach Sao Vicence fuhren.

Sao VicenceSao Vicence ist ein ruhiges Städtchen, das 1928 bei einem Erdrutsch stark verschüttet wurde. Es wurde neuSao Vicenceaufgebaut und hat dafür auch eine Auszeichnung für die Restaurierung der historischen Häuserfassaden bekommen. Wer Zeit hat kann die Grotten von Sao Vicence besuchen. Wir hatten sie nicht, denn wir wollten vor der ganz großen Dunkelheit wieder in GrotteFunchal sein. Es geht wieder in die Höhe bis zum Encumeada- Paß. Kurz vor Ribeira Brava fuhren wir auf der Autobahn und dann weiter nach Funchal. Es war die schnellere und auch eine sichere Strecke, vor allem wenn es dunkel wird.

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