1. Tag - Besichtigung der Inselhauptstadt Funchal
Unser
Flieger landete früh am Morgen sicher auf dem Flughafen
Santa Catarina. Auf dem Weg zum Hotel waren
wir schon richtig beeindruckt von der Vielfalt an Flora und Fauna sowie
der aufwendigen Straßenformation mit den stelzenartigen Übergängen und
den vielen Tunnels, die in die Berge gebohrt wurden. Der Transfer zum
Hotel dauerte 45 Minuten.
Von
unserem Hotel bis zum Centrum von Funchal waren es 2
Kilometer. Da wir fast den ganzen Tag noch vor uns
hatten, war eine erste Besichtigung der Inselhauptstadt unser Ziel.
Funchal ist mit ca. 120 000 Einwohnern das pulsierende Herz Madeiras.
Wie ein Amphitheater umschließen die fast 1200 m hohen Berge diese
wunderschöne Naturbucht, in der Funchal eingebunden ist. Leider ist der
Autoverkehr stärker gewachsen als die Infrastruktur es verkraftet.
Die
Gehsteige sind sehr eng, der Autolärm eminent und die Luft war
dementsprechend stickig. Trotzdem
lohnt es sich, zu Fuß die verschieden Stimmungen einzufangen. Kontraste
überall. Die ersten für uns wichtigen Sehenswürdigkeiten waren das
weltbekannte Hotel Reid`s mit seinem 5 ha großen
subtropischen Garten direkt oberhalb des Meeres.
Die
Quinta Magnolie ehemals Privatbesitz ist heute frei
zugänglich mit einer großen Gartenanlage und Ausstellungsräumen.
Im
Stadtpark
Santa Catarina ist die Neuernannte Quita Vigia
der Sitz der Regierung von Madeira. Von hier aus
gelangt
man am schnellsten zum
Hafen unserem nächsten Ziel. Hier hat man einen
wunderschönen Blick auf Funchal. An der Promenade mit zahlreichen
Restaurants und Ständen mit Souvenirs liegt auch das
Beatles-Boat, das diesen angeblich früher gehört haben soll.
Hier
verbrachten wir den Rest des Tages und fuhren am späten Abend mit dem
Taxi zurück.
Es wäre des Guten zu viel die exakte Wegbeschreibung aller Levadas die wir begingen zu beschreiben. Es gibt zahlreiche Wanderführer mit Skizzen und mit detaillierter Levada-Weg-Beschreibung. Ich möchte nur meine Eindrücke wiedergeben. Auf Madeira benutzte ich das Buch: Madeira 40 Wanderungen auf der Blumeninsel vom Goldstadtverlag Pforzheim.
2. Tag -
Levada dos Piornais, von Funchal nach Camara de Lobos
Wegbeschreibung:
Leichte Levadawanderung mit An-und Abstieg von je 100 Höhenmetern.
Stellenweise eine gewisse Schwindelfreiheit erforderlich.
Gehzeit: 3-4 Stunden

Eine
sehr Abwechslungsreiche Wanderung mit interessanten Einblicken in das
Leben der einheimischen Bevölkerung. Markanter Ausgangspunkt im
Hotelviertel von Funchal ist das Reid´s Hotel. Ohne merkliche Steigung
führt der Weg durch Bananenplantagen und an den typischen, kleinen Häusern
vorbei. Bananen sind die Lebensgrundlagen der Menschen hier und
dementsprechend sorgfältig angelegt.

Im
Soccoridos-Tal wartet ein herrlicher Ausblick auf den
Wanderer, dann geht es bergab ins malerische Fischerstädtchen
Camera de Lobos. Der Name Camera de Lobos erklärt sich aus dem
einstigen reichen Vorkommen von Mönchsrobben. Heute ist diese Art fast
ausgerottet. Markante Sehenswürdigkeiten in diesem beschaulichen
Fischerort sind der Hafen, die Capela de Nossa sehora de
Conceicao so wie der
Churchills Malplatz.
Es
war der Lieblingsplatz von
Sir Winston Churchill, der die Insel sehr oft besuchte.
Den schönsten Blick auf den Ort genießt man vom Aussichtspunkt
Pico da Torre. Mit dem Bus fuhren wir am späten Nachmittag nach
Funchal zurück.