Von Germaniga zum Val Verzasca und zurück nach Locarno.
Diese Route führte über Luino, nach Locarno zu dem Einschlupf ins Verzascatal.
Verzasca
bedeutet Aqua Verde, grünes Wasser.
Fast 30 Kilometer kann man in das Tal hineinfahren. Die
kurvenreiche Strasse endet kurz vor Sonogno,
dem letzten
Dorf
im Verzascatal. Auf einem riesigen Parkplatz ist Endstation. Man
ist fast 1000 Meter hoch und trotzdem zeigte das Thermometer
26°C. Dieses Dorf war eine wunderschöne Einheit aus alten, gut
erhaltenen oder liebevoll restaurierten Häusern und einigen
Neubauten.
Wenige
Minuten außerhalb des Dorfes talaufwärts, kann man zu einer
Grotto wandern. Einen Bierkeller würde man in
Franken
sagen. Bevor ich hier einkehrte wanderte ich noch bis zum Wasserfall, wo
in malerischer Kulisse Ziegen weideten und Ausflügler ihr Picknick
abhielten. Nach gut 2 Stunden fuhr ich zurück um all die anstehenden
Sehenswürdigkeiten dieses Tales zu bestaunen.
Die
bedeutendere Sehenswürdigkeit in dem Dorf
Frasco ist eine restaurierte Mühle und ein
Wasserkraftwerk,
sowie
eine Reihe von Bildstöcken mit nicht mehr ganz intakten Fresken im
Kirchhof. Brione mit seiner Kirche Santa Maria
Asunta ist bekannt durch deren Freskenzyklus aus der Giotto
Schule.
An
der Anfang des 20.Jahrhunderts rekonstruierten mittelalterlichen Brücke
Ponte di Salti bei Lavertezzo machte ich
wieder eine größere Pause. Jede Menge Badelustiger bevölkerten das
felsige Ufer des Verzasca-Flusses.
Die
alte, millionenfach fotografierte Brücke hatte nur sehr niedrige
Steinmauern als Geländer.
Auf den riesigen, von Wasser geschliffenen, glatten
Steinen
im Fluss lagen hunderte sonnenhungrige Menschen, die an diesem Tag doch
recht reichlich von der Sonne abbekamen. Mein Außenthermometer im Auto
zeigte mittlerweilen 35°C an.
Seit
1965 ist es eine Staumauer, die das Val Verzasca zum Lago Maggiore hin
abriegelt.
Wegen Wassermangel sah dieser Staudamm wenig einladend aus. In der Mitte
vom Staudamm können sich Mutige aus einer Höhe von 220 Meter mit einem
Gummiseil in die Tiefe stürzen.
Bei
31,5 °C war ich gegen 16 Uhr wieder in
Locarno. Zeit um noch ein wenig von dieser mondänen
Stadt zu sehen. Locarno am schweizerischen Nordende
des
Lago Maggiore liegt auf dem Schwemmlandkegel des Maggiaflusses und hat
heute 15.000 Einwohner. Das Herz der Stadt ist die
Piazza Grande, ein lang gestreckter
kopfsteingepflasterter Platz. An diesem Tag wurde hier Beach-Fußball vor vielen frenetischen Zuschauern
gespielt.
Der
Platz, auf den alle Sträßchen und Gassen der Altstadt ausgerichtet sind,
ist von Laubengängen mit Geschäften, Restaurants und Cafés umgeben.
Jedes Jahr finden hier im August auf einer Riesenleinwand die
Vorführungen des berühmten Filmfestivals statt und bis zu 7.000
Zuschauer können sie verfolgen, Die Wahlfahrtskirche Madonna del
Sasso
mit
fantastischem
Blick auf den See, befindet sich oberhalb von Locarno. Mit der Seilbahn
(Via Ramogna) fuhr ich nach oben und zu Fuß auf dem alten Stationsweg
(Via Crusis) wieder zurück. Ein anschließendes Abendessen an der Piazza
Grande vervollständigte diesen Tag.
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