Bali - 1. Woche
Durchgeführt am 16.09. - 30.10.2000
Eine Tour zum Nachempfehlen!
Diese Reise buchte ich übers Internet bei Yakee (info@yakee.de) ein Reisebüro, Spezialist für Indonesien.
Erster Tag :
Flug von Frankfurt über Singapur nach Denpasar
Der lange Flug von Frankfurt mit einer Zwischenlandung in Singapur nach
Denpasar ist schon stressig. Wer die Möglichkeit hat sollte mit
Singapur
Airlines fliegen. Der Service an Bord ist einmalig. Während des ganzen
Fluges wird man kostenlos versorgt. Eigene Bildschirme im Sitz mit gutem
Programm ob Filme, Musik oder Videospiele geben einen doch etwas
Abwechslung. Reine Flugzeit Frankfurt -Singapur 12 1/2 Stunden und
Singapur nach Denpasar 2 Stunden und 20 Minuten. Der Transfer vom
Flughafen nach Sanur zu meinem gebuchten Hotel war reibungslos.
Trotz allem dauert so ein Transfer mit einem Sammelbus sehr lange. Ich war leider der letzte der zum Hotel gebracht wurde. Es war 23 Uhr. Sanur war der erste touristische Badeort im Süden des Landes. Angenehm überrascht war ich von meiner Unterkunft. Obwohl nur 2 Sterne+, wirkte es sauber und das Personal war sehr freundlich. Man kann das Hotel Ari Putri nur weiter empfehlen. Nachdem ich noch das balinesische Bier probierte viel ich todmüde ins Bett.
Zweiter Tag :
Besichtigung der Umgebung, Motorrad-Tour nach Nusa Dua
Nach dem Frühstück galt es die Gegend zu erforschen. Eine sehr lange Straße durchzieht die Ortschaft. Zu Fuß kaum zu bewältigen. Auf beiden Seiten der Straße befinden sich viele Restaurants, unzählige Souvenirläden und Geldwechselstände so wie einige Hotels. Seitenstraßen führen teilweise zum Strand. Was mich im ersten Moment noch gar nicht so störte war die permanente Anmache nach Touren, Uhren, Tüchern und was es noch alles zu verkaufen gab. Nach einer Stunde Gehzeit hatte ich aber genug und ging zum Strand. Hier aber das selbe Spiel. Unmengen an fliegenden Händlern und Frauen die Massagen anboten bevölkerten den Strand. Man war wirklich keine 5 Minuten alleine. Was mich am meisten störte war die Anmache nach Sex. Der Strand war an diesem Tag ein Traumstrand, das Meer spülte seine Wellen bis zum Strand, der goldgelbe Sand war angenehm feinkörnig und sauber. Ich hatte herausgefunden, wenn man immer an der selben Stelle bleibt und die Händler energisch zurück weißt, hat man nach einiger Zeit seine Ruhe. So blieb ich bis Mittag am Meer. Die Temperatur war schon bei 28°C und es wurde mir zu warm. Nach einem kleinen Snack mietete ich mir ein Motorrad ( 6 US$ pro Tag). Es ist das schnellste Fortbewegungsmittel auf Bali. Trotz allen Mahnungen des Mannes an der Rezeption, es sei gefährlich auf Balis Straßen, fuhr ich nach Nusa Dua. Die ersten 2 km waren gewöhnungsbedürftig. Links Verkehr, traffic volume zu jeder Tageszeit und Überholvorgänge die zuerst Angst und Bange machen. Lässt man sich aber von dem fließenden Verkehr einbinden, ist alles gar nicht so schlimm. Es ist bemerkenswert, wie jeder auf den anderen achtet. Das Gesetz des Stärkeren gilt hier nicht.
Nusa
Dua ist ein künstlich angelegter Hotelkomplex an der äußersten Südspitze
von Bali und den teuersten Hotels (Hilton; Sheraton, Hyatt usw.) auf
Bali. Der Strand ist ungefähr 3 km lang. Dem Strand vorgelagert ist ein
Korallenriff. Gute Schnorchelmöglichkeiten. Auch hier bleibt man nicht
verschont von den fliegenden Händlern.
Die Hotels sind mit unwahrscheinlich schönen Gartenanlagen ausgestattet.
Ein Golfplatz der Superlative krönt diese Zauberwelt.
Auf einer Landzunge windet sich ein ca. 1km langer Weg zu einem
ausgewaschenen 20m hohen Riff, an dem sich die Wellen bei Flut mit
brachialer Gewalt entladen. Hier wurde mir meine Vorwitzigkeit zum
Verhängnis. Um ja gute Bilder von diesem Naturschauspiel
zu
bekommen, wagte ich mich zu weit vor und die Gischt einer riesigen Welle
ging über mich hinweg. Tropfnass rannte ich davon um meine Filmkamera zu
schützen. Leider zu spät. Die Elektronik wollte nicht mehr. Nun hatte
ich allen Spaß verloren und machte mich auf den Heimweg.
Dritter Tag :
Besichtigung der Umgebung, Motorrad-Tour zum Tempel Pura Uluwatu und Surfstrand Buluban
Nach dem Aufstehen war mein erster Weg die Rezeption, um zu fragen ob man in Sanur eventuell meine Filmkamera reparieren lassen könnte. Leider konnte mir hier niemand weiterhelfen. Enttäuscht begab ich mich zum Frühstück. Mir verging fast der Hunger als ich an die Kamera dachte. Sie ist für mich wie ein guter treuer Freund. Da ich auch einen Fotoapparat bei mir hatte, machte ich mich trotzdem auf den Weg zu meinem vorher festgelegten Ziel. Es war der Tempel Pura Uluwatu. Er ist am schnellsten von Sanur aus zu erreichen. Pura Uluwatu liegt am südwestlichen Zipfel von Bali und gilt als einer der ältesten und heiligsten Tempel auf Bali. Mit dem Motorrad war es 1 Stunde Fahrt. Die Landschaft ist hier felsig und trocken und es fehlt das Grün, was Bali ausmacht.
Pura Uluwatu ist ein großer Tempelkomplex der hoch oben auf einer
Felsklippe errichtet wurde. Vor dem Tempel sind kleine Essläden, wo man
sich sehr günstig stärken kann. Man sollte, ob Mann oder Frau, bei den
Besuchen von Tempelanlagen immer bedeckte Kleidung tragen. Der Eintritt
kostete 1000 Rupiah (20 Pfennige).
Eine
Horte halbzahmer Affen bevölkert den Tempel und man sollte diese frechen
Tiere nicht unterschätzen Brillen, Halsketten und lose mit sich
herumgetragene Gegenstände sind sehr schnell Beute dieser
herumstreunenden Artgenossen.
Wer Zeit hat sollte hier auf den Sonnenuntergang warten, der sehr spektakulär im Indischen Ozean sein Ende findet. Fährt man die Straße zurück sieht man auf der linken Seite nach ungefähr 3km ein Schild, das auf einen Surfstrand hin weißt. Der Strand bei Suluban ist ein Surfdorado nur für sehr gute Wellenreiter, da die Wellen sehr hoch sind. Eine Steile, fast unwegsame Treppe führt hinunter zu einer kleinen Bucht. Wem der Weg zu schwierig ist, kann sein Brett von Einheimischen tragen lassen, die über solche Dienstleistungen sehr erfreut sind. Kleine, fast schäbig wirkende Restaurants und Souvenirläden sind ebenfalls vorhanden. Am späten Nachmittag machte ich mich auf den Heimweg.
Vierter bis Achter Tag :
Busfahrten zum heiligsten Tempel aller Tempel den Pura Besakih, mit Abstecher nach Tenganan, Klunkung, Celuk Batubalan und Sukawati im nordöstlichen Teil. -Zentralbali mit Ubud, Mas, Penelokan und Kintanami.- Nach Norden zum schwarzen Strand von Lovina, Singaraya und zum Bratan See - Zum nordwestlichen Teil von Bali nach Tana Lot über Sempidi, Lukuluk und Kapal .- Eine Einkaufstour nach Celuk Mas und Ubud.
Von Deutschland aus hatte ich eine 5 Tagestour für 99 DM gebucht. Nochmals würde ich es nicht machen. Es waren gute Busse auch die Reiseführer sprachen so viel deutsch, dass man sie verstehen konnte. Was mir nicht behagte waren die zeitlich begrenzten Aufenthalte. Also was tat ich, ich besuchte einige der Ziele nochmals alleine. Die Sehenswürdigkeiten werde ich nun hier schildern und dabei erwähnen welche ich nochmals besucht habe.
Nordöstlicher Teil Tempel Pura Besakih, Tenganan, Klunkung, Celuk Batubalan und Sukawati
Pura
Besakih. Um zum heiligsten Tempel der Balinesen zu kommen fährt man von
Sanur aus nach Klunkung.
Von hier aus windet sich eine teilweise gut ausgebaute Straße serpentien
artig hinauf zu den Ausläufern des Gunung Agun. Von einigen
Aussichtspunkten sieht man eine wunderschöne Landschaft mit herrlich
gelegenen Reis- Terrassen.
Der
schönste davon ist der Aussichtspunkt Bukst Jambul. An der Südwestflanke
des Gunung Agun liegt 950m hoch die riesige Tempelanlage von Besakih.
Er ist das Hauptheiligtum und Muttertempel aller Tempel auf Bali. Er ist
ungefähr das, was für die katholische Kirche der Petersdom von Rom ist.
Hier sollte man Zeit mitbringen um die gewaltige Anlage zu besichtigen.
In der Gruppe wurde man in zwei Stunden abgefertigt.
Als ich alleine hier war (9.Tag), brauchte ich einen halben Tag (mit
einem Priester für 5US$ als Führer) um die ganze Anlage zu besichtigen.
Leider hatte ich wieder zu schlechtes Wetter um den Gunung Agun zu sehen.
Tenganan hat seine alten kulturellen und religiösen Traditionen behalten. Es ist das Bali Aga Dorf mit rund 300 kastenlosen Einwohnern. Diese Einwohner lassen ihre Reisfelder von anderen, in näherer Umgebung liegenden Dorfbewohnern abernten und teilen die Erträge zur Hälfte. Gegenüber den Touristen verhalten sich die Tegnesen sehr zurückhaltend.
Klunkung.
Im Jahr 1710 wurde die Hauptstadt des Dewo Agung von Gegel nach Klunkung
verlegt und ein neuer Palast erbaut. Wohl gegen Ende des Jahrhunderts
errichtete man die ursprüngliche Kerta Gosa, die Gerichtshalle. Sie ist
ein wunderschönes Beispiel des von Klunkung beeinflussten Bau und
Malerstils, harmonisch angelegt und von einem leider zu dieser Zeit
vollkommen ausgetrockneten Wassergraben umgeben.
Celuk ist das Dorf der Gold und Silberschmiede. An der langgezogenen Straße stehen unzählige kleine Werkstätten die von Generation zu Generation weiterleben.

Batubulan
ist das Dorf der Steinmetzkunst. Es ist unglaublich wie viele
Dämonen und Götterstatuen entlang der Straße stehen. Hier erlebte ich,
wie tausend andere Touristen auch, das Barong Tanzspiel auf einer der
vielen Bühnen in diesem Ort.
Sukawati,
das Dorf der Puppenspieler. Hier werden Requisiten und
Schattenspielfiguren für Tempelzeremonien hergestellt. Wer die
Gelegenheit hat sollte sich den alltäglichen Obst und Gemüsemarkt
ansehen.
Zentralbali-Ubud mit 8000 Einwohnern ist das wohl kulturellste
Städtchen auf Bali. Es beherbergt viele Künstler sowohl aus dem Ausland
wie auch Einheimische. Auch hier sollte man sich länger aufhalten. Jeden
Abend sind Veranstaltungen balinesischer Tänze und Tanzdramen mit hohen
künstlerischen Niveau. Ein riesiger Markt im Zentrum zieht die Masse der
Touristen an.
Hier
steht auch der Tempel der Fürstendynastie. Etwa 2km südlich von Ubud
erstreckt sich der Affenwald in dem eine ganze Kolonie von Affen gehegt
und gepflegt wird. Kommt man mit dem Bus an, wird man von einheimischen
jungen Frauen empfangen, die einen durch die Anlage führen. Mit
gekauften Erdnüssen oder getrockneten Bananen wird man diese Affen nicht
mehr los. Anschließend wird man in einen Laden geführt und kommt nicht
herum irgend etwas zu kaufen. Die Ladenbesitzer sind die Frauen.
Mas ist das Dorf der Holzschnitzer. An der langen Straßenfront, die den Ort durchzieht, sind teurere Ateliers sowie touristische Kitschläden zu sehen.
Penelokan und Kintamani.
Von Penelokan in 1400m Höhe hat man einen phantastischen Ausblick auf
den Batur Vulkan und- See. Dieser Ort mit sehr unfreundlichen Menschen
ist auch der Ausgangspunkt wenn man den Batur Vulkan besteigen will.
Dies ist nur mit den einheimischen Führern möglich um sich Ärger zu
ersparen.
Kintamani ist ein bedeutender Marktflecken durch Obst und Gemüseanbau. Alle 3 Tage ist ein lebhafter Markt. Auch hier kam ich nochmals her, da mit dem Bus nur ein kurzer Panoramablick auf dem Vulkan gestattet wurde. Der malerisch gelegene See füllt einen riesigen Vulkankrater.
Die
Fahrt nach Norden zum schwarzen Strand von Lovina,
Singaraya und zum Bratan See ist sehr lange und man sollte diese Tour nur mit dem Bus oder
einem Mietwagen mit Fahrer machen. Die Gegend hier unterscheidet sich in
mancher Hinsicht von der Insel. Hier sind die Niederschläge geringer als
im Süden und daher sind die Nutzflächen auch geringer.
Der schwarze Strand in der Gegend von Lovina ist bei Ebbe sehr
unansehnlich, aber nicht so bevölkert wie im Süden. Lovina Beach ist
bekannt durch seine Delphintouren die bereits um 6 Uhr allmorgendlich
beginnen.
Der Bratan See ist ein riesiger Krater der mit heiligem Wasser gefüllt
ist. So glauben es die Balinesier. Am Westufer liegt der Tempel Pura Ulun Danu. Die Tempelanlage ist von einem großen Garten umgeben.
Ich besuchte diese Anlage ein weiteres mal und obwohl ich wieder schlechtes Wetter hatte war ich bezaubert von den Umrissen, da das gedämpfte Licht einen mystischen Anblick erzeugte. In unmittelbarer Nähe ist ein wunderschöner Golfplatz.
Zum
nordwestlichen Teil von Bali über Sempidi, Lukuluk und Kapal zum Tempel Tanah Lot Jeder dieser Orte ist bekannt für die reiche und kunstvolle
Plastik ihrer Tempel. Kapal ist außerdem als Töpferzentrum bekannt.
Fährt man von Kapal nach Kediri kommt man zum Tempel Pura Tanah Lot.
Ein riesiger Parkplatz, zig Läden, Restaurants und
fliegende Händler vergraulen einem den wunderschönen Anblick dieser
Anlage. Man muss es erlebt haben, der Sonnenuntergang über der
Tempelanlage die wie ein Scherenschnitt erscheint, wenn die Sonne
versinkt.
Jeden Tag kommen Hunderte von Touristen um dieses Naturschauspiel zu beobachten. Leider geht dadurch die romantische Komponente verloren. Man sollte vorher irgendwo seine Notdurft verrichten, denn erstens muss man hier bezahlen und durch die Vielzahl der Menschen ist es nicht gerade hygienisch.
Die Einkaufstour nach Celuk, Mas und Ubud kann ich mir ersparen. Man fährt mit dem Bus von einer Fabrik zur anderen und wird animiert irgend etwas von diesen Produkten aus Holz, Ton, Bilder und anderes Zeug zu kaufen.
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