Mexico 12. Tag
26.09.03
Wetter: Früh blauer Himmel und am Tag sehr
warm,
30°C, auf der Fahrt tropischer Regen.
Oaxaca- Puerta Angel mit Zwischenstopp Ausgrabungen von Monte Alban 335 km
Auf der schönen Terrasse vom Hotel konnten wir gut frühstücken, bevor
wir uns auf dem Weg nach Monte Alban
machten. Nur knapp 10 km von Oaxaca liegt eine
der
großartigsten Pyramidenanlagen Mexikos, das einstige Kultzentrum der
Zapoteken. In knapp 2 000 m Höhe wurde von den ersten Siedlern des
Tales, vermutlich Olmeken, die Kuppe des Monte Albán, des
»Weißen Berges«, abgetragen. Auf der entstandenen 200 mal 300 m großen Fläche bauten
sie
Tempel und Paläste.
Wissenschaftler gliedern
die
geschichtliche Entwicklung Monte Albáns in fünf Phasen, die die Zeit von
etwa 800v.Chr. bis 1521 umfassen. Höhepunkt der Entwicklung war Monte
Albán III (0–900): Zapoteken überbauten alte und errichteten neue
prächtige Bauwerke; der Platz nahm seine heutige Form an.
In
der Folgezeit wandelten die Mixteken die Anlage in einen Bestattungsplatz
um. Zu den interessantesten Bauwerken zählt das nördlich der Südplattform liegende
Observatorium
(ca. 100 n.Chr.); wahrscheinlich diente der Tempel mit zugespitztem
Grundriss
zur
Himmelsbeobachtung; ein Tunnel führt quer hindurch. Noch aus Monte Albán
III stammt das Gebäude der Tänzer (danzantes) an der südlichen
Westseite, in dessen Innerem sich Reliefplatten mit olmekisch aussehenden Menschenfiguren in seltsamen Körperhaltungen
befinden.( Auszug Marco Polo RF) Eintritt 35 Pesos+30 Pesos für Foto u.
Kamera. Am Eingang sitzen Händler die Sombreros anbieten die preislich
sehr günstig sind und auch angeblich antike Skulpturen werden feil
geboten. Bevor man die Anlage betritt, sollte man das rechterhand
liegende Museum mit sehr informativen Material besuchen. Auch in der
Anlage wird man ständig bedrängt von Verkäufern. Oaxaca ist mit Puerto
Angel durch die Carretera Federal No.175 verbunden. Sie erklimmt in
engen Kurven, teilweise nicht immer in einwandfreien Zustand, die Sierra
Madre del Sur.
Über einen Hochplateau schlängelt sie sich sodann
talwärts bis Mihahuatlan,
von dort wird die Hochfläche schnurstracks
durchquert. Die Landschaft gehört zu den schönsten die Mexiko zu bieten
hat. Hier erlebte ich alles, was einen Autofahrer kein Freude machte.
Wolkenbruchartigen Regen der ein weiterfahren unmöglich machte,
unterspülte Straßenabschnitte,
Steine und Bäume auf der Straße die
nur mühsam umfahren werden konnten.
Dann schien wieder die Sonne und machte den Blick frei auf einer
grandiosen Landschaft. Ich war heil
froh
als ich nach gut 5 Stunden Fahrt, in Pochutla am
Fuße der Berge und in der Nähe von Puerto Angel ankam. Dies war der
einzige Abschnitt der Reise, wo ich kein Hotel im voraus gebucht hatte.
Also
fuhr ich nach Puerto Angel. Aus dem Internet
kannte
ich das Hotel Angel del Mar. Dieses Hotel lag ganz Oberhalb der Bucht.
Die
Straße nach oben sehr schlecht und eng. Auch machte die Ortschaft keinen
vertrauens erweckenden Eindruck.
Der Strand war ziemlich schmuddelig und so beschlossen wir nach
Puerto Escondido weiter zu fahren.
Die 20 Kilometer Fahrt am Meer
entlang war gespickt mit Tobes. Fast im Schritttempo ging es kurvenreich
an vereinzelte Häusern und Restaurants vorbei, bis ich endlich wieder
auf der Carretera No. 200 war. Es war schon später Nachmittag als wir in
Puerto Escondido ankamen. Einst ein beliebter Strand für Surfer
Kaliforniens, europäischer Rucksackreisende und amerikanischer Hippies,
hat sich Puerto Escondido
inzwischen zu einem komfortablen Ferienort gemausert.
Es ist zu dieser Zeit nichts los.
Die Hauptsaison beginnt hier Mitte
November. Also hatten wir die Qual der Wahl, zwischen den zahlreichen
Hotels. Das Hotel El Mirador war sehr gut in Preis, super sauber (Note
2-Zimmer 350 Pesos) und nicht weit zum Strand.
Nach dem wir uns frisch
gemacht hatten war es schon dunkel und Zeit zum Abendessen. In einem der
vielen Restaurants mit Blick zum Meer, nahmen wir Platz. Wir waren die
einzigen Gäste und wurden dem entsprechend hofiert. Der Fisch war
ausgezeichnet und wir verbrachten den Abend mit einigen Tequillas und
interessanten Gesprächen mit der Besitzerin.
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Mexico 2. Woche