Mexico 11. Tag
25.09.03
Wetter: Früh blauer Himmel und am Tag
sehr
warm, 24°C, in Oaxaca dann 22°C
Tehuantepec - Oaxaca mit Zwischenstopp in Mitla,
Santa Maria El
Tule, und die steinernen Wasserfälle
"Hierve del Agua" 304 km
Von
Tehuantepec führt die Bundesstraße 190 in
Ost
Süd-Richtung sehr kurvenreich nach Oaxaca. Dafür entschädigt sie
durch landschaftliche Kontraste und einen beeindruckenden Wechsel der
Vegetation von der tropischen Fülle des Küstenstriches um den
Golf
von Tehuantepec, zu der kahlen, nur von
Kakteen und Agaven bewachsenen Höhen der Sierra Madre del Sur,
die sie durchquert. Nur wenige Siedlungen werden berührt. Nach 209
Kilometer kommt man an der Abzweigung nahe Tlacolula, nach Mitla. Nicht
nur Fotografen sind
hingerissen
von der geometrischen Gestaltung der Architektur
des
43 km von Oaxaca entfernten Mitla (12 000 Ew.). Im Palast der Säulen
(Palacio de las Columnas) tragen die Wände der Patios und angrenzenden
Räume einen Fassadenschmuck, der durch Licht und Schatten seine
unglaubliche
Schönheit
offenbart. Annähernd 100000 Ziegel
haben
mixtekische Künstler mit äußerster Präzision mosaikartig behauen und
zahlreiche Rauten- und Mäandermuster geschaffen. Mitla bedeutet »Ort
der Toten«,(Auszug, Marco Polo Reiseführer).
Von
Mitla aus sind es 1 Stund Fahrzeit zu den
Naturschauspiel
"Hierve del Agua". Das "kochende Wasser" ist ein
versteinerte Wasserfall, dessen Wassermassen vor mehr als 2000 Jahren
für die Bewässerung kanalisiert wurden. Einige wunderschöne Wanderwege
mit fantastischen Ausblicken auf die umliegenden Berge sind gut
beschildert.
Der Bereich um die Quelle, dem dieser
Wasserfall
entspringt, wurde zu einem riesigen Pool umgebaut in dem
man sich
erfrischen kann. Der beschwerliche Weg lohnt sich. Dafür konnten wir
zeitmäßig die Ausgrabungen von Yagul vergessen, die auf dem Weg nach
Oaxaca zu besichtigen sind.
Ungefähr
10 Kilometer vor Oaxaca an der Straße nach
Mitla,
liegt das Dorf Santa Maria del Tule. Berühmt ist diese kleine Ortschaft
durch seine hübsche Kirche und den botanischen Dinosaurier, der 2000
Jahre alten "Sabino Zypresse" mit einen Umfang von 58 m und einer Höhe
von 45 m. Er spendet bis zu 500 Personen gleichzeitig Schatten.
Auf
einem trockenen Hochplateau, etwa 1500 m
über
den Meeresspiegel, umgeben von den als Wall dienenden Berge der
Sierra Madre del Sur, liegt Oaxaca City, die gleichnamige
Hauptstadt des Staates Oaxaca. Trotz einer Bevölkerungszahl von 485 000
Einwohner hat man den
Eindruck in einer Kleinstadt
zu verweilen. Oaxaca City kann recht einfach
zu
Fuß erkundet werden. Die sauberen Straßen der Innenstadt sind
mit
barocken Kolonialbauten aus dem 16.Jh. gesäumt. Oaxaca ist zum UN
Kulturerbe
erklärt worden. Die 1533 begonnene Kathedrale an der Nordseite des Zocalos
wurde 200 Jahre später fertig gestellt.
Das Uhrwerk stiftete der spanische König. Die Kathedrale (aus grünem
Serpentinstein) beherbergt einen Altar aus griechischem
Marmor und
mehrere spanische Gemälde aus dem 16. und 17. Jh.
Die schönste Kirche
aber ist die einige
Blocks entfernte Kirche, der Templo de Santo
Domingo aus dem 16.Jahrhundert. Sein Innenraum, reich vergoldet, zählt
zu den schönsten, der mexikanischen Kirchen.
Arkaden,
Straßenkaffes und Restaurants säumen den verkehrsfreien Zocalo. Nach
einem ausgedehnten
Stadtbummel hatten wir Hunger und nahmen in einer der
vielen Restaurants Platz. Während wir auf unser
Abendessen warteten, beobachteten
wir das
rastlose Treiben. Einheimische Frauen mit bunten Trachten, Männer mit
breiten Sombreros,
allgegenwärtige Verkäufer sowie Musiker
(Mariachis) die kommen und gehen. Leider auch hier wieder das
permanente betteln der Kinder.
Hotel Calesa Real
Note 2

(58 US$/Zimmer)
direkt zum 12. Tag
Mexico 2. Woche

