Mexico 7. Tag

21.09.03
Wetter:
Früh blauer Himmel und sehr warm, 30°C
Veracruz - Catemaco mit Zwischenstopp in Tlacotalpan, Santiago Tuxtla, und San Andres Tuxtla 225 km
Die
Landstraße 180 verläuft
unspektakulär
etwas abseits als Küstenstraße, von Golf von Mexico in Richtung
Catemaco. Links und Rechts sieht man landwirtschaftliche Anbauflächen
und die, direkt an der Straße wohnende und lebende Bevölkerung muss mit
ärmlichen Gegebenheiten auskommen. Hier sieht alles so heruntergekommen
aus. Kurz nach Alfarado, geht es rechts ab nach Tlacotalpan.(17
Kilometer) Nach 10 Km kommt man an eine Mautstelle. Zahlt man 17 Pesos
kann man weiterfahren. Tlacotaplan, eine schöne, von Urlaubern kaum
besuchte Ortschaft (9000 Einwohner), ist eine an dem Flussufer des
Papaloapan gelegene Stadt mit Straßen aus der Kolonialzeit, die gesäumt
werden von Säulengängen und imposanten Gebäuden mit Kolonnaden davor.
Unter diesen Bogengängen liegen pastellfarbene Häuser.
Mehrere
kleine Plazas und
Kirchen
tragen zu dem zeitlosen Charme der Stadt bei. Sie wurde 1999 zum
Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Was mir aufgefallen ist, war die
zurückhaltende Freundlichkeit der Bewohner. Vor allem es wurde nicht
gebettelt. Zurück zur l 180 war das nächste Ziel Santiago Tuxtla.
Die
in einem Tal gelegene Kleinstadt (18000 Einwohner),
wurde
1520 von Cortes selbst gegründet. Santiago Tuxtla ist stolz auf den
größten Olmekenkopf der je gefunden wurde, und hier den Zocalo schmückt.
Der Kopf hat ein Gewicht von 50 Tonnen und ist 3,35 m hoch. Im nahen
Museum findet man weitere Olmekenköpfe.
Zwischen
San Andres Tuxtla und
Catemaco
kommt man zum den Wasserfall Salto de Eyipantla. Bei der Ortschaft
Sihuapan führt eine enge holperige, fast nicht enden wollende Straße zu
den 50 m hohen Wasserfall. Etwa 2 Kilometer vor dem Wasserfall
überraschten mich zwei Männer, die rechts und links der Straße standen.
Als wir in Sichtweite waren, spannten sie ein Seil so, dass wir anhalten
mussten. Der Grund war eine Maut von 10 Pesos, (das selbe noch mal auf
der Rückfahrt), die wir bezahlen mussten, ohne einen Beleg dafür zu
erhalten. Am Parkplatz angekommen, wird man sofort bedrängt von
einheimischen Jugendlichen. Die einen möchten die Fenster des Autos
putzen, die anderen wollen das Auto bewachen, wieder andere wollen
einfach nur ein wenig Geld. Umringt von Händlern, die ihre Ware
lautstark anbieten, möchte man am liebsten ins Auto steigen und wieder
abfahren. Es gibt zwei Eingänge zu den Wasserfall.
Einen
oben am Absturzrand,
und
einen, der hinunter zum Fluss führt. Beides sind fotogene Ansichten.
Leider muss man an beiden Eingängen 10 Pesos bezahlen, was mir unlogisch
vorkam. Sehr beschwerlich ist der Aufstieg, der sehr steil, über 244
ausgetretene Stufen erfolgt. Zurück am Auto, das selbe Prozedere wie bei
der Ankunft.
Nachdem
ich zwei mal 5 Pesos hergab, konnten wir weiterfahren nach Catemaco mit
dem gleichnamigen See. Die Ortschaft Catemaco ist weltweit bekannt als
Schamanenstadt. Jedes Jahr zieht die Stadt die Aufmerksamkeit auf sich,
während der jährlich dort stattfindenden Hexenkonferenz.
Am
Lago de Catemaco, der von Thermalquellen gespeist wird und sich in einen
Vulkankrater befindet, wächst eine enorme Vielfalt an Heilkräutern.
Brujos und Brujas, Zauberer und Hexen machen sich diesen Reichtum zu
Nutze.
Am
Zocalo steht das Hotel Catemco (Note 2, 475 Pesos/Zimmer, Telefon 294-94
30203), in den wir ein Zimmer nahmen. Etwas später gingen wir am See
entlang. Der 11 km lange und 16km breite See wird flankiert von zwei
weiteren erloschenen Vulkanen, die beide 920 m hoch sind. Am Ortsende
liegen zig Boote, die auf Touristen warten.
Da
es fast keine Touristen hier gibt, wurden wir wieder von etlichen
Bootsführer umworben, eine Tour zu machen. Auf einer 1 stündigen
Bootsfahrt haben wir dann den See erkundet. Das interessanteste war die
Isla de los Monos. Auf der Insel wurden thailändische Affen zu
Forschungszwecken ausgesetzt. Den Abend verbrachten wir mit
Einheimischen bei Musik und Tanz am See.
Ein Videofilm von dieser Reise kann erworben werden.
Mexico 1. Woche