Mexico 5. Tag
19.09.03
Wetter: Früh bewölkt und sehr warm, gegen Mittag blauer Himmel, 28°C
Mexico City-Puebla mit Zwischenstation Cholula u. Tlaxcala -155 Km
Nach
dem Frühstück fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen (120 Pesos/günstig)
um das bestellte Auto bei Alamo abzuholen. Die Frau am Schalter war ein
wenig überfordert, und es dauerte fast 1 Stunde bis ich das Auto hatte.
Um 11:00 fuhr ich vom Flughafen los, nach Puebla. Ich fand kein
Straßenschild welche Richtung ich nehmen musste. Die Ausfallstraße war
6spurig. Ich hielt mich ziemlich rechts. Als der Verkehr einmal stockte,
fragte ich einen Taxifahrer nach der Richtung.
Dieser
zeigte zu der parallel folgenden Straße die durch einen Randstreifen
getrennt war. Da kein Auto in Sicht war, fuhr ich über den Randstreifen.
Ein großer Fehler wie ich kurz danach feststellte. Ein
Polizist wartete an der Kreuzung, wo auch ein Hinweisschild
Puebla war. Er hielt mich an, hatte ein verschlissenes Heft DIN A6 in
der Hand, und zeigte mir auf der letzten Seite eine Zahl, und sagte dazu
Pesos. Die Zahl war 1960. Ich konnte es nicht glauben 1960 Pesos zu
bezahlen. Ich sprach ihn auf deutsch an, warum. Er zuckte mit den
Schultern und sagte immer nur "Pesos", mit dem Finger auf der Zahl. Ich
sagte: "No Pesos", dann kam das Wort "Dollar" aus seinem
Mund und er kritzelte die Zahl 190 auf seinem schmutzigen Blatt. Der
Umtauschkurs war richtig. Ich sagte:" No Dollar". So ging es fast 10
Minuten hin und her. Dabei verlor er nie sein falsches Lächeln. Um ihn
zu zeigen, dass ich wirklich nicht so viel Geld bei mir trug, zeigte ich
Ihn meine zweite Geldbörse. Darin waren
400 Pesos und ein 20 Euroschein. Er sagte:" Senora Pesos" ich sagte:
"No Pesos Senora" Da packte er meine Geldbörse, nahm sich das
vorhandene Geld, steckte es in seinem Heft und fragte wo ich hin wollte.
Ich sagte Puebla. Er gab mir die Börse zurück, zeigte mit seinen
Wurstfinger auf den Hinweisschild, stoppte den Verkehr und lies mich
losfahren. Mit diesem Geld kann seine Familie, sofern er eine hat, ein
ganzes Monat leben. Ärgerlich über mich, und das korrupte Verhalten
des Polizisten, machten wir uns auf den Weg nach Puebla.
Cholula:
Das alte Cholula 800-200
v.Chr.(31000 Einwohner) war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutendes
Zentrum für Handel, Verkehr und Religion in Mittelamerika. Das
Wahrzeichen des nur 12 km westlich von Puebla liegende Cholula ist ein
riesiger Hügel, auf dessen Spitze eine Kirche steht. Unter der Kirche
wurde 1931eine Pyramide entdeckt. Da man die Kirche nicht zerstören
wollte, wurden im Verlauf von Ausgrabungsarbeiten 8 km Tunnel gegraben.
1 Kilometer ist begehbar, was aber nur mit einem Führer getan werden
sollte.
Tlaxcala,
ist die Hauptstadt des kleinsten Bundesstaates von Mexico. Sie ist eine
der versteckten Perlen im kolonialen Schatzkästchen Mexico. Das
Vorzeigestück ist die Kirche Santuario de la Virgen de Ocotlan.
Die Fassade ist reichlich geschmückt mit Stuckornamenten und
Steinskulpturen. Im Inneren glänzt es vor allem golden. Tlaxcala hat eine
beschauliche Atmosphäre, vor allem am zauberhaften Zocalo.
Palacio
Municipal und
Palacio de Gobienero- Rathaus und Regierungspalast, sind
Kolonialpaläste mit maurischem Einfluss. Eingangshalle und und
Treppenhaus des Regierungspalastes zieren lebhafte Fresken zur
Geschichte Tlaxcalas. Vom zauberhaften Zocalo ist jeder Verkehr entfernt
und Straßencafes laden zum Verweilen ein. Auf einem Hügel beeindruckt
die Iglesias de San Francisco. Wir waren einfach verzaubert von
dieser schönen Stadt.

Hotel Aristos Puebla 5 Sterne
Avenida Reforma Y Calle 7 Sur, 72000
Note 2 (Zimmer 817 Pesos/81US$)
Gegen
17:00 trafen wir in
Puebla ein.
Ohne Probleme
fanden wir unser Hotel, das fast im Zentrum der Stadt
liegt. Nach dem Einchecken, machten wir uns gleich auf dem Weg, die
Stadt zu besichtigen. Eigentlich wollte ich früher hier sein, um all die
Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen.
Puebla-Stadt der Engel
Die
über 3 Mio. Einwohner zählende Stadt kann
sich
rühmen, die meisten Kirchen des Landes zu besitzen (70). In 2 162 m Höhe
gelegen (130 km östlich von Mexiko-Stadt, über eine Passautobahn mit der
Hauptstadt verbunden) wird Puebla gleich von vier erloschenen, meist
schneebedeckten Vulkanen flankiert:
Popocatepetl
und
Ixtaccíhuatl an der
Westseite, La Malinche im Norden und
Pico de Orizaba im Osten. Die Stadt ist aber auch der Sitz des
weltweit größten Volkswagenwerkes, in dem der VW-Käfer seit Juli nicht
mehr hergestellt wird. Alle Straßenschilder haben das VW- Zeichen unter
den Namen. Sie ist super sauber.
Das
weitläufige, in spanischem Schachbrettstil
angelegte
Zentrum der Stadt steht unter Denkmalschutz. Zahlreiche Häuser
sind mit Handbemalten
Talavera-Kacheln geschmückt. Die farbenfrohen Fliesen waren es,
die der Kolonialstadt (1531 gegründet) ihren frühen Reichtum bescherten,
und sie prägen noch heute ihren Charakter.
Eines
dieser Schmuckstücke ist der zweitgrößte Sakralbau Mexicos, die 1575-
1649 erbaute Catetral am Zocalo. Die mit fast 70m höchsten
Kirchtürme des Landes, wurden erst später angefügt. Im inneren ist der
Hauptaltar von Bedeutung. Die Engelstatuen rund um das Atrium sind
Symbol der Stadt, die auch
"Puebla de los Angeles" genannt wird.
An
jeder Straßenkreuzung in der man hineinsieht, erblickt man eine Kirche.
Es war schon relativ spät, als wir, auch müde vom Laufen, in einen der
vielen Restaurants am Zocalo zum essen gingen, und beschlossen am
nächsten Tag die Exkursion fortzusetzen.
Mexico 1. Woche