Chile 3.Woche
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in Punta Arenas reichte die Zeit bis zum
Abflug am Abend nach Puerto Montt, für eine Stadtbesichtigung. Ein
halber Tag genügt um die Stadt (110000 Einwohner) am Ende der Welt zu
besichtigen. Im historischen Zentrum stößt man auf die stummen Zeugen
besserer Tage, als die Schiffe noch das Kap Horn umrunden mussten. Um
1900 war sie durch ihre strategisch günstige Lage, einer der
bedeutendsten Häfen der Welt. Nach dem Bau des Panamakanals verlor sie
diese Bedeutung.
Heute
sieht man in den Sommermonaten nur
noch die Luxusliner die den Hafen kontaktieren. Unbedingt sehen sollte
man das Museum Salesiano Es zeigt das Leben über die Bevölkerungsgruppen
der Region. Auf dem Rückflug sah ich die riesigen Gletscher und Fjorde
vom Fenster aus und mir wurde klar, dass man nur mit dem Schiff oder dem
Flugzeug auf chilenischen Territorium zu dieser Stadt kommt. Ansonsten
bleibt nur die Fahrt mit dem Auto durch Argentinien.
Von
Puerto Montt begann die Rückreise nach
Santiago. Erstes Ziel war der Lago Llanquihue, der Großvater aller
chilenischen Seen. Er ist der viertgrößte See Südamerikas mit 877qkm.
Hier kann man den Vulkan Orsorno (2660 m), den schönsten Vulkan Chiles
bewundern. Er ist der Stolz dieser Gegend. Weiter entfernt sind die
Vulkane Tronador (3460 m) und Puntiagudo (2490 m) zu sehen. Puerto Varas
ist der Hauptort an diesem meistbesuchten See in Chile. Auch die
Ortschaft
Frutillar ist sehr bekannt und beliebt, wo in Februar immer ein Festival
klassischer Musik stattfindet. Umrundet man den See kommt man nach
Ensanada einen unbedeutenden Ort und
von
hier aus zum Wasserfall Salto del Petrohue, eine Reihe von
Stromschnellen, eine landschaftliche Attraktion. In dieser Gegend trifft
man auch sehr viele deutschstämmige Chilenen.
Valdivia
(120000 Einwohner) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz
Valdivia. Bis Santiago waren es noch 840 km.
Diese
Stadt am Zusammenfluss der Flüsse Calle-Calle und Gruzes, die hier den
Rio Valdivia bilden, ist eine sehr interessante Stadt. Obwohl 1960 ein
gewaltiges Erdbeben fast alle historischen Gebäude zerstörte, lediglich
an der Promenade überlebten einige Häuser wurde eine neue moderne Stadt
aufgebaut,
die die Spuren dieses traurigen Ereignisses nicht mehr sichtbar macht.
Den
deutschen Einfluss kann man heute noch an den Namen erkennen. Die lange
Flusspromenade st immer stark frequentiert, von Einheimischen und auch
von vielen Touristen.
Auf
dem Mercado Fluvial am Ufer kann man Obst, Gemüse und Fische sehen, die
auf Käufer warten. Auch liegen hier die Ausflugsschiffe, die zu den
restaurierten Festungen Niebla, Corall und Mancerra fahren.
Von
Valdivia ging es weiter Nordwerts nach
Villarrica zum gleichnamigen See und Vulkan. Das Gebiet um Villarrica
und Pucon gehört zu den
beliebtesten Feriengebiete Chiles. Hier sollte man mindestens 2
Tage verweilen um die einzigartige
Berg
und Seenlandschaft zu erkunden. Die Städte liegen sich am Lago
Villarrica
gegenüber, überragt vom 2840 m hohen, schneebedeckten und noch aktiven
Vulkan Villarrica. Man kann hier baden oder mit dem Jeep zur Skistadion
fahren und sich auf gut präparierten Pisten im
Schnee
vergnügen. Nördlich von
Pucon kommt man zu den Lagos Caburga und zu dem Parque Nacional
Huerquehue mit weiteren drei Seen. Sehr schön angelegte Thermalquellen
sind hier zahlreich in wunderschöner Landschaft eingebettet. Hier wurde
mir Land angeboten, 5000 m2 mit eigenen Flussteilstück für 30000€. Wer
Interesse hat kann sich an folgende Adresse wenden: Wäre Chile nicht so
weit, hätte ich sofort zugegriffen. Wer hat schon einen eigenen Fluss
zum fischen?

Der
Weg zurück nach Santiago führte mich nach Conception der zweitgrößten
Stadt Chiles. Die Strasse dorthin durchquert die von zahlreichen Flüsse
durchzogene Küstenkordillere. Conception ist eine moderne Industriestadt
mit einer bedeutenden Universität. Die weiteren Stationen entlang der
Panamericana waren Talca, Rancagua und Santiago die schon
berichtsmäßig erfasst wurden. Um die zwei letzten Tage noch sinnvoll zu
gestalten sollte man den bekanntesten Badeort Chiles an der
Pazifikküste,
Vino
del Mar mit der angrenzenden drittgrößten Stadt Chiles, Valparaiso einen
Besuch abstatten (Zusammen fast 700
000 Einwohner). Wer einen Umweg in Kauf nimmt und die Panamericana
Nordwerts Richtung Llay-Llay fährt, wird belohnt durch eine wunderschöne
abwechslungsreiche Landschaft.
Vina
del Mar liegt am Nordzipfel der weit geschwungenen Bucht von
Valparaiso.
Vina
ist eine Touristenstadt mit furchtbaren Hotelbauten aus Glas und Beton.
Einzigartig die Sandstrände von Playa Recro und Cocon. Die chilenische
Society hat hier auf den Hügeln ihre luxuriöse Residenzen.
Die
6 Kilometer lange Küstenstrasse nach Valparaiso ist sehr kurvenreich und
mit Schlaglöchern übersäht, trotzdem sollte man sie fahren, da
wunderschöne Aussichtspunkte zum verweilen einladen.
Valparaiso
ist einer der ersten spanischen Gründungen in Chile, und bietet keine
große Sehenswürdigkeiten. Ich habe noch nie eine so laute, enge, teils
schmutzige und dunkle Stadt erlebt, wie Valparaiso.
Auch bin ich noch nie so oft gewarnt worden, was Diebstahl
betrifft.

Der
Hafen ist der wichtigste Chiles, hier werden mehr als die Hälfte aller
chilenischen Einfuhrprodukte umgeschlagen. Die Stadt erstreckt sich über
einige extreme Hügel.
Die
Unterstadt mit ihren Geschäften liegt auf
einer künstlichen Aufschüttung wenige Meter über den Meeresspiegel. Hier
ist auch der Kongress Chiles in den auffällig großen Kongressgebäude
tätig. Die bunten Häuser der Oberstadt schmiegen sich eng an die
halbkreisförmige Bucht und klettern weiterhin
die Berghänge hinauf. Sechzehn Schrägaufzüge rattern seit hundert
Jahren rauf und runter.
Es
sind zwei buntbemalte Holzkisten,
die
durch ein Kabel über einen Laufrad verbunden sind. Von oben hat man eine
herrliche Aussicht auf die gesamte Bucht. Weniger erfreulich sind die
teilweise aus Holz und Wellblech zusammen
gezimmerte,
bunt angestrichene, verschachtelte
Häuser, die einer Notunterkunft gleichen. Hier sollte man genauso wie in
der Hafengegend, Vorsicht walten lassen. Mittlerweile wird aber
auch hier abgerissen, restauriert und es gibt schon sehr schöne Restaurants und Kaffees mit einer herrlicher Aussicht und all abendlicher Unterhaltung mit folkloristischen Charakter. Das
eigene
Auto sollte man in dieser Staugeplagten Stadt nicht benutzen und lieber
in einen der unzähligen Busse steigen um diese Stadt zu erkunden. Mit
ihnen erreicht man jeden Winkel und spart dabei Zeit und Nerven.
Interessant
war das Restaurant Hamburg mit tausenden Utensilien von Schiffen aus
aller Welt, die hier zu sehen sind. Auch die
Speisekarte ist deutsch und das Essen gut aber sehr teuer. Nur das Bier
war aus Chile. Dieses Lokal könnte wahrscheinlich unendlich viele
Geschichten erzählen aus einer Zeit , da Valparaiso noch eine reiche und
schöne
Stadt
war. Valparaiso war die letzte Station und die Rückfahrt nach Santiago
war mit Wehmut verbunden. Ich kann dieses wunderschöne Land mit seinen
aufgeschlossenen, freundlichen und hilfsbereiten Menschen nur empfehlen.
quizas nos veamos nuevamente
Ein Videofilm oder DVD von dieser Reise, kann erworben werden

