Oskar der Reisevagabund

Oskar´s Reisebericht Chile 2.Woche

2.Woche

 

Die Fahrt von Temuco nach Puerto Montt war Hafen Puerto Montt sehr kurzweilig, da das Landschaftsgebilde sehr vielfältig und abwechslungsreich war. Am frühen Nachmittag hat man die 550 km entfernte Hauptstadt der 10. Region erreicht.

Hafenblick aus dem Restaurant So reichte noch die Zeit, um diese von vielen Hafen von Angelmo Deutschen Einwanderer bewohnte Stadt zu besichtigen. Die Küstenstrasse (Costanera) erstreckt sich entlang der weiten Bucht des Reloncavi-Golfes. Die Strasse führt auch zu dem 2 Kilometer entfernten kleinen Fischerdorf Angelmo. Dieser Ort mit einem schönen Hafen, ist die größte Attraktion von Puerto Montt.

Entlang der Seeseite bieten kleine Restaurants ihre Fischgerichte an und Kunsthandwerker ihre selbst gefertigten Holz und Lederwaren sowie handgefertigten Wollsachen. Hier erledigte ich meine Weihnachtseinkäufe für die Lieben zu Hause.

Promenade AngelmoAm nächsten Morgen dann der Flug nach Punta Flug über den Anden Arenas der Hauptstadt der 12.Region in Süden von Patagonien. Der Blick aus dem Flugzeug war wieder atemberaubend schön. Beim Landeanflug

 

auf Punta Arenas wurde das Flugzeug von stürmischen Wind ganz schön ins Schaukeln gebracht. Eine Stunde später ging es dann mit dem Bus zu der 3 Stunden entfernten Ortschaft Puerto Natales. Nun sah man nur noch sturmgepeitschte Steppenlandschaft und sehr viele Schafe.

Vom Wind gekennzeichneter Baum Die Temperatur lag nur noch bei 14°C. In Puerto Natales angekommen, wehte weiter ein Wind wie ich es noch nie erlebt hatte. Die Menschen waren winterlich gekleidet und ich war froh, über

Puerto Natalesmeinen Pullover aus reiner Schafswolle, den ich in Angelmo gekauft hatte. Im Hotel Miledon dagegen war es angenehm warm nach einer kurzen Stadtbesichtigung, die an diesem Tag noch auf dem Programm stand. Die am nächsten Morgen

um 8 Uhr angesetzte Tagesreise machte mir wettermäßig Sorgen. Doch es kam ganz anders. Aus einem wolkenbehangenen Himmel zeigten sich ab und zu ein paar Sonnestrahlen, doch e wurde noch am Vormittag ein strahlend blauer Himmel und der Wind hatte normale Verhältnisse

angenommen. Das Boot hatte einen Aufenthaltsraum für 36 Personen mit wunderschönen Ausblick. Die Fahrt ging zum Parque Nacional Bernardo O´Higgins durch den Kanal Senoret sowie dem Fiordo Ultima Esparanza.

10 sehenswerte Punkte waren in dem Programm enthalten, dass das Schiff ansteuerte. Nach ungefähr15 Minuten fuhren wir an Puertas Bories einer früheren industriellen Kühlanlage aus dem

Jahre 1913 vorbei. Es war der Hafen wo die Viehprodukte der patagonischen Farmer von Chile nach Argentinien verschifft wurden. Weitere

Ziele waren Puerto Consuelo wo der deutsche Kapitän Hermann Eberhart die erste Viehfarm aufbaute. Dann kamen wir zu einer Kormoran-

Kolonie die den Pinguinen gleichen. Um so weiter das Schiff in den Fjord hinein fuhr, desto attraktiver wurde die Landschaft und die Berge immer majestätischer. Die absoluten Höhepunkte waren dann der Balmaceda Gletscher und der Monte Balmaceda sowie der Gletscher Serano wo man zu Fuß bis zum Gletschereis kommt.

 

Auf dem Weg zum Nationalpark Torres del Karte Torres del Paine Paine, kommt man zur Höhle des Mylodoms. Das lebensgroße Modell eines Riesenfaultiers ziert den Höhleneingang. In dieser Höhle von 200 m Länge und 30 m Höhe machte der deutsche Kapitän Eberhard 1895 einen außergewöhnlichen Fund. Das Fell eines prähistorischen Tieres, genannt Mylodom. Sie spielt in den berühmten Patagonien- Buch von Bruce Chatwins eine Schlüsselrolle. Die Höhle sorgte vor gut 100 Jahren in Wissenschaftskreisen für Furore über die angeblichen Funde von diesem legendären Riesenfaultier.

Zum Eindrucksvollsten, was der Süden Patagoniens zu bieten hat, ist der berühmte Nationalpark Torres del Paine. Der Nationalpark wartet mit gewaltigen Felsformationen auf und ist ein Ort des Friedens. Das Gebiet der Paine ist

Torres del Paineunbewohnt und eines der letzten Paradiese dieser Welt. Es ist mit 12 Millionen Jahre ein relativ junges Massiv. Dieses Naturschutzgebiet

 

liegt am äußersten Ende der Andenkette und wurde 1959 gegründet. Der Nationalpark liegt auf einer Höhe zwischen 50 und 3050 m.

 

Die majestätische Bergkulisse inmitten einer weiten Ebene, die zahlreichen Seen, Flüsse, Wasserfälle und die vielen Wanderwege sind ein ideales Gebiet für alle Naturfreunde. Man könnte

Wochen in diesen Park verbringen. Es gibt über 250 km angelegte Pfade im Park, darunter auch eine Rundtour von 7 Tagen. Viele Tiere sind in

diesen Park zu sehen. Vor allem Guanakos, die den Kamelen zugeordnet werden und die sonst sehr selten in Freiheit zu sehen sind.

Hier sahich zum ersten mal das Tier, das mit den Anden immer in Verbindung gebracht wird einen Kondor, den Wappenvogel Südamerikas. Seine Flugkünste stellen alles in den Schatten. Hoch oben in den steilen Felsabbrüchen der Anden ist er zu Hause. Er ist der größte Vogel der Welt und seine Spannbreite beträgt über 3 Meter.

TorresDie bekanntesten Felsformationen sind die Türme Torres (Türme) und die Cuernos (Hörner) aus Granit, die zahlreiche Bergsteiger aus der ganzen Welt anzieht. Beeindruckend ist auch die Besichtigung des Lago Grey mit seinen riesigen Gletscher "Glacier Grey" von den permanent große Eisberge ins stahlblaue, eisige Wasser dieses Sees fallen.

 

Es ist ein wahnsinniges Erlebnis, das bunte Schauspiel der reflektierenden Farben der Eisberge, der Sonne und des Wassers zu erleben. Und immer wieder  sind die 15 Zwei und Dreidausender des Gebirgsstockes zu sehen, mit ihren Schnee bepuderten Gipfeln.

 

In meinen kühnsten Träumen hätte ich mir diese Landschaft nicht so vorgestellt. Es wird eine unauslöschbare Erinnerung bleiben, von den mir so erträumten Ende der Welt.

 

Auf der Busrückfahrt nach Punta Arenas kann man einen Abstecher machen zur Pinguin-Kolonie. Sie liegt nur wenige Kilometer von Punta Arenas entfernt.

 

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