Chile 1.Woche Vulkan Orsorno
Wer
das Glück hat an einem Fensterplatz im Flugzeug zu sitzen, dazu am Tage
ankommt und das Wetter mit spielt, wird begeistert sein von dem Panorama
das sich bietet beim Anflug auf Santiago. Die Zacken der majestätischen
Anden überragt vom höchsten Gipfel des Kontinents, den Aconcagua mit
6959 m zeigen sich mit schneebedeckten Haupt.
Santiago
eine Metropole mit 5 Millionen
Einwohnern,
besitzt europäischen Flair. Es versammelt alle wichtigen politischen,
wirtschaftlichen, kulturellen und geistigen Institutionen des Landes.
Der Präsident residiert hier, das Parlament aber tagt in Valparaiso.
Santiago ist eine überschaubare Hauptstadt.
El
Centro ist das Herz der Stadt. 2-3 Tage sollte man einplanen um die
wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten zu sehen. Der erster
Rundgang durch die Innenstadt begann an der Biblioteca Natcional
direkt
an der meist befahrenen Avenida Libertator Bernado O`Higgins im
Volksmund auch Alameda genannt.
Der
Rundgang umfasste etwa 20 Häuserblocks
und dauerte 1 Tag. Es wäre des Guten zuviel, alle sehenswerte Gebäude
und Museen aufzulisten. Einen guten Reiseführer sollte man bei sich
tragen. Im Stadtzentrum befinden sich zwei Hügel, von denen man die
Ausmaße der Stadt gut
erkennen
kann: Santa Lucia und San Cristobal. Beide sind es wert sie näher zu
beschreiben. Auch dazu braucht man mindestens 1 Tag derer zu
besichtigen. Der berühmte Cerro Santa Lucia
liegt gegenüber der Nationalbibliothek.
Als
Valdivia 1541 Santiago am Fuße dieses Hügels gründete, gab er ihm den
heutigen Namen. Der Gouverneur Vicuna Mackenna machte daraus einen
öffentlichen Park. Wer nicht zu Fuß hinaufsteigen will, kann einen Lift
an der Calle Santa Lucia
benutzen.
Ein barockes Labyrinth
aus
Wegen, Gartenanlagen, Brunnen und Plätzen lockt die Bewohner Santiagos in Scharen hierher. An klaren Tagen hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt.
Der
Stadtpark Parque Metropolitana ist eine weitere Möglichkeit für einen
fantastischen Blick auf die Metropole. Es ist ein 700 Hektar großes
Gebiet und eine Seilbahn führt von hier aus zu der 36 m hohen Statue
Virgen de la
Inmaculada
Conception (Muttergottes Statue). Sein Gipfel ist 880 m hoch. Der Park
umfasst eine Zooanlage, einen botanischen Garten, zwei Schwimmbäder und
Restaurants. Um den herrlichen Blick auf die Andenkordillere und
Santiago richtig zu genießen, sollte man am Vormittag den Park besuchen,
bevor der Smog dieser Stadt die Aussicht vermindert.

Das
Gebiet um Santiago bietet Möglichkeiten für 1 und 2 tägige Ausflüge bis
tief in die Berge hinein. Eine Fahrt in das malerische Flusstal Cajon
del Maipo sollte man mit dem Besuch einesWeingutes abrunden. An der
Strasse gibt es viele Aussichtspunkte
mit
phantastischer Sicht auf den Canjon, auch viele
kleine Städte und Dörfer entlang der kurvenreichen Strasse des wild
schäumenden Flusses Rio Maipo laden ein. San Jose del Maibo etwa 25
Kilometer von Santiago entfernt, ist die größte Stadt des Cajon.
Am
Rand von San Jose zweigt ein schmaler Schotterweg von der Hauptstrasse
ab und windet sich hinauf nach Lagunillas, einen Skiort mit Ausblick
über das riesige Becken, das von einen Teil der Kordilleren gebildet
wurde. Die Skihütten sind alle
privat
und es war keine Möglichkeit vorhanden
um zu Essen und Trinken. Doch die gute Luft und die idyllische Ruhe mit
den vielen bunten Gebirgsblumen, macht diesen Besuch zu einem
Erlebnis. Durchstreift man den Canjon
weiterkommt
man bis zur Grenze von Argentinien mit herrlichen Blick auf die
schneebedeckten Anden,
die
ich leider mit dem Leihwagen nicht überqueren durfte.
Am besten erkundet man den Cajnon mit dem Auto, so hat man die größte
Freiheit, alle sehenswerte Punkte
in
Muße zu besichtigen.
Auf der
Panamericana
nach Süden
Eine 500 km lange fruchtbare Gartenlandschaft mit vielen Seen und Vulkane
Santiago-Rancagua-Talca-Linares-Chillan-Los
Angeles-TemucoTherme
Diese in 3 Tagen zurückgelegte Strecke war
begleitet
von einen Abstecher nach Vichuquen am dem von Kiefernwäldern umgebenen
Lago Vichuquen und dem
Reserva
Nacional Laguna Torca eine Vogelschutzgebiet von mindestens 80
verschiedenen Vögel. Diesen Abstecher würde ich nicht mehr machen.
Obwohl in fast allen Reiseführen als atemberaubend schön gepriesen, war
die Zeit zu schade dafür. Fast 80 Kilometer Schotterstrasse, zum Teil
mit dem von mir gemieteten Auto kaum befahrbar, mit gefährlichen Kurven
und Steigungen und Abfahrten, ein verlorener Tag. Übernachtung in Talca.
Am nächsten Tag auf der Panamericana
nach
Chillan und Los Angeles. Ein Hinweis zur
Panamericana:
Die Panamericana ist eine sehr gut ausgebaute, 2 spurige,
kostenpflichtige Autobahn, die von Santiago bis nach Puerto Montt führt
und dort als Autobahn endet. Sie ist sehr wenig befahren. Der Grund ist
der Preis, den sich die meisten Chilenen nicht leisten können oder
wollen. Alle 60 bis 70 Kilometer kommt eine Mautstelle und man bezahlt
zwischen 1400 und 2300 Pesos (700 Peso/1€). Chillan ist eine Erdbeben
erfahrene Stadt und nur wenige Gebäude sind älter als 50 Jahre. Die
letzte Katastrophe ereignete sich 1939 mit verheerenden Ausmaß. 15000
Menschen kamen ums Leben und 90% der Stadt wurde zerstört. Chillan ist
der Geburtsort von dem Freiheitskämpfer Bernardo O´Higgins(1778) der in
Chile all gegenwärtig ist. Die Plaza de Armas in Centrum der Stadt ist
ein belebter Tummelplatz mit vielen Schattenspendenden Bäumen. An diesem
Platz befindet sich eine moderne Kathedrale mit parabelförmigen Bögen
und einem riesigen Kreuz das zu Ehren der Erdbebenopfer aufgestellt
wurde. Die 80 Kilometer entfernten Thermen und ein Skizentrum in 1800 m
Höhe sollte man besuchen. Los Angeles ist die Hauptstadt der Provinz Bio
Bio.
Diese
auf halber Stecke liegende Stadt zwischen
Santiago
und Puerto Montt mit ca. 100000 Einwohnern, liegt in einem fruchtbaren
Obst-und Weinbaugebiet. Nur 27 km nördlich kommt man zu einen bekannten
Wasserfall. Die riesigen Wassermassen des Rio Laja stürzen 36 m tief in
einem Becken und verteilen sich dann laut tosend in einer engen
Schlucht, die sich der Fluss in den Fels geschnitten hat. Übernachtung
in Los Angeles.
Los
Angeles ist auch Ausgangspunkt zum
landschaftlich
sehr schönen Parque National del Laja mit dem schneebedeckten Vulkan
Antuco (3000 m) und dem smaragdgrünen Lagunensee del Laja. Die letzten
10 km zum Eingang des NP, fährt man auf einer Schotterstrasse die durch
ein enges Tal entlang des Flusses del Laja führt. Riesige gelb blühende
Ginsterbüsche zäumen aromatisch riechend den Weg und verleihen der
Landschaft einen kontrastreichen Anblick.
Nächste
Station war Temuco, die Hauptstadt der
9. Region Chiles. Sie ist umgeben von den Bergen Nielol und Conun
Cautin. Dieses Gebiet wird auch die "Schweiz Chiles" genannt und reicht
bis zu dem 550 Kilometer entfernten Puerto Montt. Hohe schneebedeckte
Vulkane, teilweise noch aktiv, heiße Thermalquellen, Flüsse, Seen und
andere
natürliche Attraktionen machen diese
Region zu einer großen Touristikzone. Temuco war Ausgangspunkt für den
Parque National Conquillio mit den Vulkanen Lonquimay (2890 m) und den
noch aktiven Vulkan Llaima (3125 m ).
Im
Park sieht man sehr viele unter Naturschutz
stehende Araukarien-Tannen, deren Holz einst sehr begehrt war. Teilweiße
bis zu 1200 Jahre alt, sind diese einzigartigen Bäume. Interessant auch
3 kleinere Seen im Park, die infolge von Eruptionen des llaima -Vulkans
entstanden sind.
Conquillio_See
Alleine
in dieser Region könnte
man 2 Wochen verbringen. Von Santiago bis Temuco waren es schon 2016
Kilometer, die der Tachometer anzeigte. Es ist ein Nachteil, dass man
dieses wunderschöne Land nicht als Rundreise, bereisen kann. Somit
sollte man sich noch einige Sehenswürdigkeiten für die Rückreise
aufheben. Die 2.Woche beginnt mit Puerto Montt, den Ausgangspunkt zum
schönsten Teil dieser Reise, Patagonien.
