Arizona:
Spitzname Grand Canyon State
Ich beschreibe die einzelnen Nationalparks und Städte in der besuchten Reihenfolge. Ausnahme der Grand Canyon, den wir nach der Utha-Route besuchten.
Hauptstadt: Phönix
Arizona ist bekannt als Land der Kontraste. Von allen Staaten des Südwestens verkörpert Arizona mit Landschaften wie den Grand Canyon, eines der sieben Naturwunder der Erde, dem Monument Valley und den Wüstengebieten am ehesten das, was man als Europäer unter den Begriff des "Wilder Westen" vorstellt. Viele andere nicht so bekannte Nationalparks, aber durchaus Landschaftlich sehr schön, komplettieren dieses Land.

1.Übernachtung
Phönix
ist die sechst größte Stadt der USA. 300 Sonnentage pro Jahr und 86%
Sonnenschein in 24 Stunden
sprechen
für sich. Das extrem sonnige Klima prägt das Lebensgefühl aller die dort
leben. Als wir ankamen war die Temperatur 38°C. Durch die geringe
Luftfeuchtigkeit war die Hitze relativ erträglich. hier paaren sich der
Mythos vom rauen alten Westen mit dem modernen, lebendigen neuen Westen.
Es gibt viele unterschiedliche gute Restaurants, hervorragende Museen
und Theater genauso wie typische Cowboy und Westernerlebnisse. Am
02.10., unseren vorletzten Tag waren wir hier auf der WESTERN Expo.
(Link zur Tour:)Phönix und Umgebung
Phönix-Sedona-Fagstaff-Holbrook
(415 km)
2.Übernachtung. In Sedona
sollte man Halt machen. In den Künstlerort gibt es zahlreiche Boutiquen
und Galerien mit indianischer Kunst.
Die außerordentlichen fotogenen, bunten Gesteinsformationen rund um Sedona werden auch als Red Rock Country bezeichnet. Es ist ein beliebtes Feriengebiet in Arizona.
Der
12 Kilometer östlich von Flagstaff liegende
Walnut Canyon war einst Siedlungsgebiet der Singua Indianer. Die
Wände dieser von Walnut Creek bis 130 Meter tief Ausgehobelten Schlucht
besteht aus Kaibab-Kalkstein, in dessen Höhlungen die Indianer ihre
Wohnungen bauten. Nächste Sehenswürdigkeit war der Meteor Krater, leider
ohne Bild.
Holbrook-Sanders-Ganado-Chinle-Kayenta (340km) 3.Übernachtung
Holbrook
war Ausgangspunkt zum Petrified Forest NP. Der NP liegt im Osten
von Arizona an der I 40.
Farbige
Badlands des Pained Desert, bedeutende Fundstellen von Pflanzen und
Tierfossilien der Trial, in bunten Farben leuchtende versteinerte
Baumstämme sind die Attraktion in diesem 378 km2 großen Park. Auf der 27
Meilen langen Parkstrass sollte man sich für Pausen und einigen
Kurzwanderungen einen halben Tag Zeit nehmen.
Nahe
der Ortschaft
Chinle ist das Canyon de Chelly National Monument. Das
Parkgebiet umfasst zwei tief eingeschnittene Felsschluchten, den 42 km
langen Canyon de Chelly und den 56 km langen Canyon de Muerto.
Aus
Zeitgründen befuhren wir nur die Park-Straße des Canyon de Chelly. Von
den Aussichtspunkten entlang der Parkstrasse kann man zahlreiche in den
Felsen verborgenen Anasazie Wohnungen erkennen. Am Ende der Strasse hat
man einen schönen Blick auf die 250 Meter hohe Felsnadel des Spider
Rock. Auch hier sollte man mindestens 5 Stunden einplanen. Nach
Kayenta sind es nur noch 140 Kilometer.
Kayenta - Mexicon Hat- Blanding- Monticello- Moab (321km) 4.Übernachtung
Von
Kayenta aus fuhren wir Richtung Mexicon Hat einer kleinen Ortschaft mit
drei Dutzend Einwohnern. In Kayenta sollte man unbedingt den Tank voll
machen, da die nächste Gelegenheit erst Blanding bietet. Mexicon Hat
erhielt ihren Namen von einer nahe gelegenen Felsformation, die wie ein
Sombrero aussieht. Eine schmale Strasse führt nördlich des Dorfes zu den
Gooseneck State Park.
Hier
grub sich der San Juan River in außergewöhnlichen Windungen seinen Weg
durch das trockene Plateau. Es war ein phantastischer Ausblick auf
dieser grandiosen Landschaft. Hier beginnt am südlichen Ufer die riesige
Navajo Reservation, die auch das Monument Valley umfasst.
Die
aus zahlreichen Wildwestfilmen bekannte Kulisse des
Monument Valley gehört mit Sicherheit zu den spektakulärsten
Landschaften von Nordamerika.
Wie
riesige Skulpturen erheben sich unzählige mit Namen benannte gewaltige
Felstürme, wo bereits 1938 "Stagecoatch", der erste Western
gedreht wurde. Ein unvergessliches Erlebnis sind vor allem die
farbenprächtigen Sonnenaufgänge, die die Felsen in leuchtendes Rot
tauchen. Der 17 Meilen lange Valley Drive ist zwar ungeteert, lässt sich
aber bei trockenen Wetter sehr gut befahren. Die weitere Strecke bis
nach Moab war landschaftsmäßig einer der schönsten die ich sah.
Etwa
3,5 Meilen östlich von Page liegt am Hwy 98 der Antilope Canyon. Der
ungewöhnliche Spaltencanyon fasziniert durch seine phantastischen
Form-und Farbenspiele. Der von weitem recht unscheinbar wirkende Canyon,
stellenweise nur einen Meter breit und über 30 Meter hoch, verwandelt
sich je nach Sonnenstand in ständig neue Farben und Formen.
Bevor ich Arizona verlasse möchte ich den Grand Canyon noch etwas ausführlicher beschreiben.
Bei
meiner ersten Reise durch den Südwesten 1992 besuchte ich den South Rime
des Grand Canyon.
Dieses mal war mein Ziel der North Rime, der an Schönheit den South
Rime ebenbürtig ist.
Die
Entfernung zwischen Süd und Nordrand beträgt zwar nur 16 Kilometer
Luftlinie, wer aber mit dem Fahrzeug von einem Rim zum anderen möchte,
muss dafür 345 Kilometer zurücklegen. Dies bedeutet eine Fahrzeit von
5-6 Stunden. Arizona nennt sich auch als Grand Canyon State und das
nicht ohne Grund. Mit einer Breite von 16 Kilometern, einer Gesamtlänge
von fast 450 Kilometern und einer durchschnittlichen Tiefe von 1800
Metern ist der Grand Canyon die längste und tiefste Schlucht der Erde.
Der
Grand Canyon wird jedes Jahr von mehr als 4 Millionen Menschen besucht.
die meisten besuchen den South Rim. Der Grand Canyon war für mich das
Größte, beeindruckenste, gewaltigste und schönste Naturerlebnis was ich
bis zum heutigen Tag auf all meinen vielen Reisen erleben durfte.
Man
kann ihn nicht beschreiben, man muss dieses Naturwunder selbst gesehen
und erlebt haben. Der Colorado war der Baumeister in Millionen von
Jahren dieser monumentaler Schlucht.
Eine
Wanderung in dieser Schlucht ist für viele das eindruckvollste Erlebnis
einer Tour. Wir wanderten auf den North Kaibab Trail 400 Höhenmeter
hinunter und brauchten bis Roaring Springs fast 4 Stunden. Mit dem
Rückweg war es eine Tagestour. Man könnte dort Wochen verbringen und
hätte nicht genug gesehen. All die View-Pionts aufzuzählen, wäre des
Guten zu viel.