Reisebericht durch den Nordwesten der USA und Kanada
Neunter Tag: 23.09.2008

Route: Fort McLeod AB nach Canmore AB (278 Kilometer)
Teilstrecke1: Fort McLeod AB nach Calgary AB (173 Kilometer)
Teilstrecke2: Calgary AB nach Canmore AB (105 Kilometer)

Der Hwy 2 North führt uns weiter Richtung Calgary. Wieder ist es
eine Wegstrecke, die geprägt ist von flachem Farmerland. Ab und
zu sieht man die Gebäude der Farmer und im angemessenen Abstand
von der Straße Rinder auf den endlosen Weiden. Nur

kleinere
Ortschaften sind entlang der Strecke zu durchfahren. Die erste
war Claresholm mit 3500 Einwohner, 112 km südlich von Calgary.
wo während des 2. Weltkriegs eine Fliegerschule der Royal Canadian Air Force (RCAF) war.

Die Basis wurde dann 1958
geschlossen. Die nächste Ortschaft war Stavely mit 435
Einwohnern, dann Nanton mit 2100 Einwohnern ist schon etwas
größer. Ein Fliegermuseum und eine riesige Modelleisenbahnanlage
ist hier zu besichtigen. Dann kommt man nach Okotoks nahe
Calgary.
Okotoks ist eine Kleinstadt in der kanadischen Provinz
Alberta. Sie liegt 18 km südlich von Calgary am Sheep River und
hat 17.145 Einwohner. Okotoks hat sich in letzter Zeit zu einer
Trabantenstadt von Calgary entwickelt.
Der Name Okotoks leitet
sich von o'kotok ab, und stammt von den Blackfoot Indianern. In
der Nähe der Stadt kann man zu den so genannten Findling
(Erratischer Block) gelangen.
Es sind riesige Steine, die
während der Eiszeit hier abgelegt wurden. Nach dieser
Besichtigung fuhren wir weiter. Der Hwy 2 führt genau in das
Centrum von Calgary.
Calgary in der kanadischen Provinz Alberta,
ist nur eine Stunde von den Rocky Mountains entfernt, direkt am
Zusammenfluss des Elbow und des Bow Rivers.
Daher hat auch
Calgary seinen Namen und bedeutet im gälischen "schnell
fließendes klares Wasser".
Berühmt wurde Calgary 1988 als
Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Wir kannten die
Stadt schon von 2001 und wollten uns nicht lange aufhalten.
Damals haben wir die Stadt erkundet, also den Heritage Park,
haben den Calgary Tower bestiegen und in der Stephen Avenue Mall
unser Geld gelassen und auch die Winterspielstätten angesehen.
Wir fuhren durch Chinatown und am Ufer des Bow River entlang.
Teilstrecke 2: Unsere weitere Reise geht in Richtung Rocky
Mountains, Ziel

ist der weltbekannte Ort Banff. Ab Calgary nimmt
man den Canada Highway 1 West, um in die Bergwelt der Rocky
Mountains zu gelangen. Vorbei am Olympiagelände sieht man zuerst
wieder Farmerland und nach gut 40 Kilometern

zeigen sich die
ersten Spitzen der Rocky Mountains. Bei der Ausfahrt 90
wechselten wir auf den Hwy 1A. Es ist die landschaftlich
schönere Strecke durch das Bow River Valley nach
Canmore und
Banff. Vorbei am Lac des Arc und
Gap Lake.

Hier zeigen sich die Rockys schon in ihrer ganzen Größe und Schönheit. Ein Beispiel
ist der Heart Mountain, ein 2.135 m hoher Berg im Bow River
Valley. Den Namen bekam er 1957 wegen seines
charakteristischen Aussehens am Gipfel. Um 14: 00 Uhr kamen wir
in Canmore an.

Canmore liegt unmittelbar östlich des Banff
National Park. Ungefähr 12.000 Bewohner zählt die Stadt. Canmore
war auch Ausrichter für Skilanglauf und Biathlon bei den
Olympischen Winterspielen 1988. Ein Teil des erfolgreichen
Cowboyfilms „Brokeback Mountain“ wurde hier gedreht. Regisseur
Ang Lee verfilmte die Kurzgeschichte der Pulitzer-Preisträgerin
Annie Proulx („Schiffsmeldungen“) in der kanadischen Provinz
Alberta, an statt in Wyoming und Texas, wo die Story eigentlich
spielt.

Auch "Everwood" und "Jesse James" wurden hier teilweise
gedreht. Weltbekannt ist auch der Bergstock die "Three Sisters"
in Canmore. Den Namen bekamen die "drei Bergspitzen" von den
ersten Pionieren, vor einhundert Jahren.
Von unserer Unterkunft
hatten wir den direkten Blick auf die Three Sisters.
Von Canmore
nach Baff, den bekanntesten Ort in der Provinz Alberta, sind es
24 Kilometer. Nachdem wir Canmore ein wenig erkundet hatten,
beschlossen wir den frühen Nachmittag in der Umgebung und den
Abend in Banff zu verbringen. Unser erstes Ziel dorthin war der
Lake Minnewanka.


Der größte See im Banff National Park ist der Lake Minnewanka,
der von einer malerischen Kulisse aus Bergen und Wäldern umgeben
ist. Eine Stichstrasse führt ungefähr 4 Kilometer von Banff
hinauf zu diesem See. Im Jahr 1888 wurde der zunächst als
Devil´s Lake benannte See in Lake Minnewanka umbenannt, weil man
glaubte, dass der ursprüngliche Name für Besucher zu bedrohlich
klang. 
Der neue
Name wurde aus dem Wort ‘Minnee-wahkah’ des Volkes der Stoney
abgeleitet und bedeutet “See des Wassergeistes“. Nach einem
kurzen Spaziergang fuhren wir wieder zum Hwy 1 und dann nach
Banff. Die Stadt war uns nicht unbekannt, da wir
2001 schon 3 Tage hier verbrachten. Wir durchfuhren die schöne
Hauptgeschäftsstraße, die Banff Avenue.

Banff ist eine schmucke
alpine Kleinstadt mit ca. 5.000 Einwohnern und liegt auf 1.380 m
Höhe. Im Jahr1883 hatten Eisenbahnarbeiter beim Bau der Canadian
Pacific Railway hier eine Höhle und heiße Quellen entdeckt und
deren touristisches Potential wurde schnell entdeckt. Bei den
erstmals von TripAdvisor verliehenen Traveler’s Choice
Destinations Awards wurde Banff zum besten Reiseziel in ganz
Kanada gekürt.

Unser nächstes Ziel war das Fairmont Banff
Springs Hotel, das einer mittelalterlichen Burg ähnelt. Das
Hotel in seiner viktorianischen Neugotik thront an einem
Berghang am Stadtrand von Banff. Der Präsident der Canadian
Pacific Railway ließ es 1888 errichten. Sein Denkmal dient als
Kreisverkehr.

Im ersten Stock des Hotels ist eine Bildergalerie,
die interessante Fotos zeigt aus früheren Jahren. Nach dieser
Stippvisite fuhren wir mit dem Auto zur Bergbahn der Sulfur Mt.
und auf dem Rückweg zu den Hot Springs und denm Wasserfall des
Bow Rivers.

Die Hot Springs sind natürliche Quellen, in denen man baden
kann. Ein Erlebnis, das Entspannung verspricht inmitten der
gewaltigen Bergwelt der Rocky Mountains. Der Bow River mündet
über die Bow Falls in dem Bow Lake, einem See in der Nähe des
Banff Springs Hotels.

In der Quaint Banff Avenue befinden sich
zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Wir gingen zu Tony Roma`s
Restaurant, Banff Ave. 403, wo wir unser Abendessen einnahmen.
Danach fuhren wir zufrieden nach Canmore zurück. In "The Iron Goat" tranken wir noch ein Bier bevor wir schlafen gingen.
Gästehaus:
Away-Inn; Note = 2-3 (90CA$)
Elektrische Einrichtungen alles Computer gesteuert.
Radio,
Fernseher und Steckdosen ab 2:00 ohne Strom.
Batterie im
Ladegerät wurde nicht ganz aufgeladen.
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