Reisebericht durch den Nordwesten der USA und Kanada
1. Woche
Erster Tag: 15.09.2008

10:30 Uhr Flug von Nürnberg über Amsterdam, Memphis nach Denver/Colorado. Ankunft 20:30 Ortszeit Denver
Von Nürnberg nach Amsterdam war der Flugplan noch in Ordnung.
In
Amsterdam begann dann der erste unangenehme Zwischenfall. Beim
Einchecken zum Weiterflug nach Memphis gingen wir zum vorgesehenen Gate.
Eine zeitraubende Kontrolle wurde an Mensch und Gepäck durchgeführt. Als
alle 350 Passagiere kontrolliert waren, kam eine Durchsage, dass alle
Passagiere nach Memphis zu einem anderen Gate mussten. Also alle kehrt
und zum neuen Gate. Nun begann der Alptraum von vorne. Alle Passagiere
wurden nochmals kontrolliert. Mit 2 Stunden Verspätung und einen
Gutschein von 50 USD für die Unannehmlichkeiten startete die Maschine.
Der Gutschein kann für einen Flug der NWA innerhalb eines Jahres
eingelöst werden.
Für mich also wertlos. Als wir gerade mal 3 Stunden in
der Luft waren fielen alle Bildschirme aus. Also keinen Film keine
Spiele. Der Service dagegen war hervorragend. Um 17:00 Uhr Ortszeit
sollten wir in Memphis ankommen. Um 18:00 kamen wir an. Um 18.35 sollte
es nach Denver gehen. Aus irgendwelchen Gründen ging der Flug dann erst
um 19:00 Uhr. Also hatten wir 20 Minuten Zeit um ein Bier zu trinken.

Mit
einer kleinen 2 strahligen Maschine mit etwa Platz für 50 Passagiere
flogen wir nach Denver, Ankunft in Denver 20:30 Ortszeit. Nach dem wir
die Koffer und das Auto hatten kamen wir gegen 23:00 im Hotel Magnolia
Denver an.
Das 4 Sterne Hotel in mitten der Stadt ist ein imposanter
Altbau. Preis-Leistungsverhältnis (295 USD) Ungenügend. Ausstattung = Note
2
Zweiter Tag:
16.09.2008

Teilstrecke1: Denver - Malta UnicLake County CO, 166
Kilometer
Teilstrecke2: Malta - Snowmass Village - Aspen CO, 105
Kilometer

Bei herrlichem Wetter fuhren wir um 9:30
Uhr los. Erstes Ziel war die
Cabrini Statue, nahe Golden. Hoch oben auf den Paradiese Hills ist diese
Gedenkstätte errichtet.
Heilige Francesca Saverio Cabrini
Mutter Cabrini wurde die Heilige der Italiener in Amerika genannt.
Francesca Saverio Cabrini, die in Sant'Angelo in der Provinz von Lodi
zur Welt kam.
Francesca Cabrini hat sich seit ihrer Kindheit das
Missionsleben gewünscht Durch die Arbeit, aber auch durch die Freude
erschöpft, starb sie 1917 in Chicago, in dem Krankenhaus das sie
gegründet hatte.
Auf der US 40 einer landschaftlich reizvollen Strecke
war Idaho Springs
unser nächster Halt. Idaho Springs ist eine Stadt im Clear Creek County,
Colorado.
Etwa 1900 Einwohner leben in diesen Ort, etwa 45 km westlich
von Denver.
Die Stadt wurde 1859 zu Beginn des Goldrausches in Colorado
gegründet und erlangte
regionale Bedeutung als Versorgungspunkt für die
umliegenden Minen.
Ich konnte selbst erleben wie ein einzelner Mann in
der Nähe der Mine als Goldwäscher tätig war. Einzelne schöne Holzhäuser
sieht man entlang der
Main Street stehen.
Wer will kann an einer
Minenführung teilnehmen.
Hinter Idaho Springs beginnen die Berge der Rocky Mountains.
Weiter auf der US40 kommt man nach 30 Kilometer nach Georgetown,
einer
kleinen Gemeinde westlich von Denver in der Front Range am Fluss des
Clear Creek.
Georgetown wurde im Jahr 1859 während des
Colorado-Goldrauschs von George und David Griffith, zweier Prospektoren
aus Kentucky, gegründet. Als man damals Silber in den Bergen fand wuchs
der Ort weil viele Minen Gold und Silbererz abbauten.
Als Geschäfts- und
Unterhaltungszentrum für die Bergbauarbeiter zog es viele Glücksritter
an. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist die Georgetown Loop Railroad.
Sie lässt Colorado`s Geschichte als Abenteuer lebendig werden, Umgeben
von rauer felsiger Bergwelt, fährt entweder eine alte Dampflokomotive
oder schon eine moderne Diesellok diese Schleife. Zusteigen kann man an
der Devils Gate Station, einem Bahnhof ähnlichem Halt oder außerhalb am Silver Plume Depot. Je nach Besucher fahren die Züge mit offenen Wagen
durch eine wunderschöne Landschaft, vorbei an mehreren alten Gold -und
Silberminen.

Der historische Ortskern von Georgetown mit vielen neu renovierten
Häusern aus viktorianischer Zeit, diente 1978 als Kulisse für eine Szene
im Film "Der Mann aus San Fernando" mit Clint Eastwood. Heute ist Georgetown ein ganz jähriges Touristenzentrum. Im Sommer kommen viele
Biker, Wanderer und Naturliebhaber. Im Winter begeistern die in
unmittelbarer Nähe befindlichen Skigebiete Loveland und
Guanella Pass.


Silverplume die Nachbarortschaft, ist ein eher schon verlassener Ort.
Obwohl ausgestattet mit einem Museum (George Rowe Museum), wirkt sie
eher wie eine Geisterstadt. Interessant ist hier der Friedhof (Cemetery).
Kaum zu finden ist er eingebunden in einem Waldstück, das oberhalb der
Ortschaft viele Gräber aus der Zeit des Goldrauschs beherbergt.
Ungeordnet befinden sich die Gräber, teilweise eingefasst mit
schmiedeeisernen Gittern und Grabsteinen aus Marmor oder nur mit Erde
angehäuft, im Wald.
Das Eisenhower Memorial Tunnel befindet sich etwa sechzig Meilen
westlich von Denver, Colorado auf Interstate 70.
Es ist der höchste
Auto-Tunnel der Welt, und befindet sich auf einer Höhe von 3372m an
dem Ost-Portal und 3381m an dem Vorder-West-Portal Die Anlage liegt
vollständig innerhalb der Arapaho National Forest. Etwas abseits der
I-70 ist die Ortschaft Dillon mit dem gleichnamigen
Dillon Lake. Die
Dillon Marina beherbergt den Dillon Yacht Club, dieser rühmt sich als
der am höchsten - fast 3000 m - gelegene Yachtclub der Welt. Die nur ca.1000 Einwohner zählende Ortschaft wurde bedingt durch den die Flutung
des Staudamms 1963 verlegt und neu aufgebaut.

Die
Copper Mountain`s sind bekannt für ein ganzjähriges Urlaubsgebiet.
Im Sommer erlebt man unberührte Wanderwege, fährt Mountainbike, Kajak
und Rafting und spielt natürlich Golf auf gepflegten Fairways. Im Winter
verwöhnen 2450 Hektar Ski-Glückseligkeit die Besucher.
Cooper Mountain ist ein künstlich errichtetes Urlaubsdomizil nur 75
Meilen von Denver entfernt.
Weiter auf der US 91 ist
Leadville der
nächste Ort. Sein Spitzname "The Two Mile High City" Mit einer Höhe von
3.028 m gilt er als höchster Ort der USA.
Leadville war früher berühmt für den Silber-Bergbau, von dem in der
Stadt noch einige Gebäude vorhanden sind.
Die Gründung erfolgte während
eines Goldrausches um 1860. Die kleine Stadt besteht aus siebzig
quadratischen Blöcken mit viktorianischen Architektur. Das Opera House
wird gerade renoviert.
Der Schriftsteller Oscar Wilde (The importance of Being Earnest 1895)
las hier seine Werke.
Ein weiteres markantes Haus ist der "Silver Dollar
Saloon" aus dem Jahre 1879. Die Inneneinrichtung ist einzigartig und man
wird in die Zeit des wilden Westens versetzt. Über den Independence Pass
erreichen wir unser erstes Etappenziel Snowmass Village.

Der
Independence Pass ist ein 3668 m hoher Gebirgspass der Rocky
Mountain im Westen von Colorado. Der Pass (US82) verläuft zwischen
Leadville und Aspen CO. Die Panoramastraße ist von Mai bis Oktober
geöffnet. Die fast 100 Kilometer lange, kurvenreiche Straße, bietet
wunderschöne Ausblicke auf Berge und Seen.

Vor unserem eigentlichen Ziel Snowmass Village, besichtigten wir
Aspen.
Aus dem Silberminenstädtchen von einst entstand Amerikas bekanntester
Skiort mit ca.7000 Einwohnern. Aspen liegt 65 Kilometer von Glenwood
Springs in einen breitem Tal zwischen Elk Mountain und der
Sawatsch
Range, zweier Teilgebirge der Rocky Mountains.
Aspen macht atemlos - nicht nur, weil der Skiort im US-Bundesstaat
Colorado in rund 2400 Meter Höhe liegt.
Der Ausblick auf die umliegenden
Viertausender ist atemberaubend, durch die Stadt fließt der Roaring
Fork River, ein Nebenfluss des Colorado. Innerhalb des Roaring Fork Valley
ist Aspen an drei Seiten von Bergen umgeben.

Obwohl der Winter Aspen den Reichtum beschert, alles was Rang und Namen
hat in Amerika war schon einmal hier, ist auch der Sommer ein lohnendes
Urlaubsziel. Jedes Jahr im Sommer wird seit 1949 in Aspen das "Aspen
Music Festival" durchgeführt. Außerdem laden die schön gelegenen Wander-
und Radwege zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren ein.
In den
typischen roten Ziegelhäusern im viktorianischen Stil, sind edle Shops,
Boutiquen und unzählige Galerien untergebracht.
Die Geschäfte führen europäische und US-Luxusmarken, aber auch Klamotten
im Westernstil. Zwar steht Aspen für Prominenz und Schickimicki, doch
zuallererst für fantastische Skimöglichkeiten auf gleich vier
großartigen Skibergen, die Ihresgleichen suchen. Ungefähr 16 Kilometer
sind es von Aspen nach Snowmass Village wo wir Übernacht blieben.

Snowmass Village in Colorado ist eine ehemals Viehzucht betreibende
Gemeinde, die zu einem Urlaubsort wurde.
Ungeachtet seines Namens und
seines Rufs als hervorragendes Skigebiet, ist Snowmass viel mehr als ein
Winterurlaubsort in Colorado. Es ist idyllisch im Brush Creek - Tal
eingebettet. Die Ortschaft bietet trotz ihrer bescheidenen Größe eine
erstaunliche Reihe von Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung an.
Das
Skigebiet von Snowmass ist das Größte der vier Aspen / Snowmass - Berge.
Charakteristisch sind für Snowmass die zahlreichen Unterkünfte mit
unmittelbarem Pistenzugang, sowie weit reichende und gut gepflegte Wander-,
Fahrrad- und Spazierwege. Das Veranstaltungs- und Aktivitätsprogramm in Snowmass ist voll gepackt. Die Boutiquen und gemütlichen Restaurants
werden im Sommer durch Festivals, kostenlose Konzerte und
Rodeo Veranstaltungen ergänzt.
Eine kostenloser Pendelbus verkehrt über
das ganze Jahr zwischen Snowmass und Aspen.
Das 3 Sterne Hotel Snowmass
Mt. Chalet liegt etwas abseits vom Centrum in ruhiger Lage. Für
Skifahrer ideal, da es in unmittelbarer Nähe zur Liftanlage ist.
Preis -
Leistung Note 2 (112 USD)
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