Reisebericht durch den Nordwesten der USA und Kanada
3. Woche
Fünfzehnter Tag: 29.09.2008

Route: Twisp WA nach Spokane WA (284 Kilometer)

Wieder meinte es das Wetter gut mit uns. Strahlend blauer Himmel
begrüßte uns am Morgen, als wir uns auf Achse machten. Etwa 50 km fuhren
wir den Hwy. 20 weiter bis nach Okanogan und Omak.
Es waren 50 km mit
abwechslungsreicher Landschaft. Etwa in der Mitte ist ein sehr
beliebtes Skigebiet mit dem Loub Loub Bowl.
Der Loup Loup Bowl befindet
sich 1,5 Meilen nördlich vom Loup Loup Pass auf dem Highway 20; 12
Meilen von Twisp und 18 Meilen von Okanogan entfernt. Omak ist die
größte Stadt mit etwa 4800 Einwohnern. Von Omak nach Spokane ist die
Gegend sehr waldreich. Wir fuhren auf der US 155 und kamen nach Nespelem.


In der Ortschaft Nespelem ist das Chief Joseph's Grave. Chief Joseph`s
Name war eigentlich Hinmatonyalatkit, übersetzt "Der Donner der über
das Land rollt". Er war der Häuptling der Nez Perec Indianer. Er lebte
von 1840 bis 1904. Die Nez Perec wehrten sich gegen eine geplante
Umsiedlung und wollten unter Josephs Leitung nach Kanada fliehen.

Am 6.
Juni 1877 brachen sie auf. Unterwegs kam es immer wieder zu Kämpfen mit
US-Truppen, die der US-Armee mehrere Niederlagen
einbrachten. Die Flucht zog sich über vier Monate und 2600 Kilometer
quer durch die Bundesstaaten Oregon, Washington, Idaho und Montana. Der
Chief Joseph Scenic Highway ist einer der schönsten und interessantesten
Strecken in Nordamerika.
Unsere Fahrt ging entlang des
Columbia River,
zum Grand Coulee Damm. Die Grand-Coulee-Talsperre ist eine Talsperre mit
einer Gewichtsstaumauer und einem Wasserkraftwerk am Columbia River.
Neben dem Hoover-Staudamm gehört sie zu den bekanntesten Talsperren der
USA.

Als die Talsperre 1941 fertig gestellt worden war, war sie die größte
Talsperre der Welt, gemessen am Bauwerksvolumen. Zwischen 1966 und 1974
wurde die Talsperre um das Krafthaus Nr. 3 erweitert. Im Besucherzentrum
gibt es viele historische Fotos, geologische Gesteinsprobestücke,
Modelle der Turbinen und der Talsperre. Aus Zeitgründen machten wir die
geführte Tour nicht mit. Aber es war auch so sehr interessant.


Nach diesem Besuch blieben wir auf der US 155, die dann gleich
hinter Grand Coulee zur 174 wird. Unser nächstes Ziel war der Steamboat
Rock State Park, etwa 20 Kilometer von Grand Coulee entfernt.
Eine Stichstraße führt von der US 155 in den Park.

Der Park ist
dominant umgeben von bizarren Felsen, deren Gestein aus Basalt
besteht. Er liegt am Ende des Banks Lake. Er umfasst eine Fläche von 14 km2 und hat eine
Küstenlänge von 15 Kilometern. Etliche Campingplätze sind das
ganze Jahr über geöffnet. Der Süßwassersee ist ein
hervorragendes fischreiches Angelgebiet.

Der Park hat seinen
Namen von Steamboat Rock, einen Basalt Felsen in dem See. Das
azurblaue Wasser, die hohen dramatischen Pappeln, dazu der
goldgelbe Blätterwald und das satte Grün des Rasens erweckten
eine Oase der Ruhe. Nach dem wir unseren gemütlichen Rundgang
beendet hatten, fuhren wir aus dem

Park, um wieder auf der US
155 unseren Weg fortzusetzen.
Nach 32 km kamen wir nach Coulee City. Hier ist das südliche
Ende vom Banks Lake. Coulee Stadt ist eine landwirtschaftliche
Gemeinde, die viel Ackerland verloren hat. Über 1 Million Morgen
wurden vom Banks Lake geflutet.

Sie ist die älteste Stadt im
Grant County mit zur Zeit 600 Einwohnern. Wir kauften hier
Verpflegung und nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung
Spokane. Wir waren nun auf der US 2 die direkt nach Spokane
führt. Es war eine eintönige, 160 Kilometer lange Fahrt. Links
und Rechts der Straße nur Felder, die von Ranchern
bewirtschaftet werden. Drei kleine Ortschaften haben wir
durchfahren.

Wilburg war
einer der Größeren. Lustiges aus dem Internet: In Wilbur,
Washington ist es verboten, auf einem hässlichen Pferd zu
reiten. Zum Glück hatten wir ein schönes Auto. Gegen 15 Uhr
kamen wir in Spokane an. Spokane liegt im Osten des
US-Bundesstaates Washington und hat ca. 180.000 Einwohner.

Mit seinem
4-Jahreszeiten-Klima und seinen ganzjährigen
Erholungsmöglichkeiten bieten Spokane und seine Umgebung ein
Paradies für Naturliebhaber. Unzählige Seen, vier große Flüsse,
13 Skigebiete, viele Wander- und Fahrradstrecken und ca. 75
Parks in der Stadt bieten zahlreiche Erholungsmöglichkeiten.

Entstanden ist Spokane aus der ersten nicht indianischen
Handelsstation des Nordwestens. Das ursprüngliche Spokane lag
entlang des Little Spokane Rivers und damit 16 km entfernt vom
heutigen Punkt. Die Stadt wurde verlegt zu den Spokane Falls,
die man sehr gut von der Monroe Street Bridge sehen kann.

Der
Riverfront Park ist am Spokane River nördlich der City Hall am
Spokane Blvd. gelegen. Der heutige Stadtpark war der Ort der
Expo-Ausstellung 1974. Hier ist auch das Spokane Opernhaus zu
finden. Eine neue Ära begann für Spokane mit der
Weltausstellung, die ganze Stadt wurde erneuert, verschönert.

Einer der wenigen Zeugen alter Zeit ist der Uhrturm der Great
Northern Railroad Station aus dem Jahr 1902.
Eine der Attraktionen von Spokane, man kann mit einem Boot, dem
"Gondola Ride" über den Spokane River zu den Wasserfällen und
unter die Monroe Bridge fahren.

Für uns war es ein großartiges
Erlebnis, als wir mit den Gondeln der Skyride
über die Stromschnellen fuhren. Es gibt zwei markante
Wasserfälle, die Upper Spokane Falls und die
Lower Spokane
Falls. Angenehmer als mit dem Boot, ist die Gondel. Man kann
hoch über dem Wasserfall nicht nass werden.

Danach gingen wir
durch die Stadt zum Riverfront Park. Die größte Attraktion
scheint hier das alte Karussell aus dem Jahre 1909 zu sein. Das
Holzkarussell soll von einem Herrn Looff, aus Schleswig-Holstein
gebaut worden sein. Das Karussell ist seit 1975 wieder in
Betrieb. Bill Oliver verwirklichte damit seinen Traum, das 1968
stillgelegte Karussell erneut in Betrieb zu nehmen.

Die Pferde sind aus Holz, handgeschnitzt und
wunderschön bemalt. Diese Rarität hätte ich in den USA nicht
erwartet. Unweit von diesen Karussell führt ein Fußweg zum Park
der Veteranen. Hier steht auch die Spokane Veterans Memorial
Arena. An der Howard Street am Südeingang

des
Parks, steht die Riverfront Park Rotary Fountain, die mit Musik
ein großartiges Wasserspiel hervorzaubert. Im Sommer ist es ein
beliebter Spielplatz für Erwachsene und Kinder zugleich. Harold
Balazs ist der Künstler der es 2005 erstellte. Ein weiteres
sehenswertes Gebäude ist der Pavillon.

Er wurde
speziell für die Ausstellung 1974 gebaut und diente als der
USA-Pavillon während der Weltausstellung. Es war ein
interessanter Rundgang, den wir tätigten. Wir gingen dann noch
ein wenig Richtung Centrum, sahen die wunderschöne Kirche
Cathedral of Our Lady of Lourdes an der Riverside Avenue,
einige Skulpturen wie die Lincoln Statue.

Dann quälte uns der
Hunger und auch die Beine waren ganz schön schwer. Also suchten
wir in Donwtown Spokane ein Restaurant. Fündig wurden wir in der
Howard Street 218. Die Steel Head Bar & Grill war ein
ausgezeichnetes Lokal mit überwiegend jüngeren Semestern. Das
Essen war exzellent. Wir wären gerne etwas länger geblieben,
aber die Zeit bleibt nicht stehen und so war es wieder spät als
wir im Hotel waren.
Note
= 2
(73,76 US$)
Howard Johnson Inn North Spokane
3033 N Division St.and Euclid St. Spokane,
WA, 99207 USA
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