6000 Kilometer durch den Westen der USA und Kanada
Durchgeführt am 01.08. - 24.08.2001

Flug
( United Airlines), Hotels und Auto (Alamo) alles über das Internet
gebucht. Die Hotels werden von mir, mit folgenden Noten beurteilt.
Sehr gut = 1, Gut = 2 , Schlecht, nicht zu empfehlen = 3
Erster Tag :
06:30 Uhr Flug von Nürnberg über Frankfurt, Chicago nach
Denver/Colorado
Ankunft 18:30 Ortszeit Denver
Der Reisebeginn war geprägt von zeitraubenden Ereignissen. In Frankfurt angekommen mussten wir 4 Stunden auf den Anschlussflug nach Chicago warten. Die Maschine hatte Verspätung. Mit einem Gutschein über 10 DM, wurden wir vertröstet. Meine gute Laune war verflogen. In Chicago das selbe, Formalitäten der Immigration und Zoll und wieder 3 Stunden warten auf einen Flug nach Denver. Hundemüde kamen wir in Denver an. Nebenbei bemerkt, der Service und das Essen, war bisher das schlechteste von meinen Flugreisen.
Während meine Freundin auf die Koffer wartete, ging ich zum Schalter von Alamo und erledigte die Formalitäten für das vorgebuchte Mietauto. Ich war angenehm überrascht wie schnell das von statten ging. Innerhalb von 15 Minuten hatte ich den Mietvertrag. Als wir unsere Koffer nach langen warten vom Band holten, ging es mit dem Shuttle Bus zum Autoparkplatz von Alamo, wo ich einen Chevrolet entgegen nahm. Nach gut einer halben Stunde waren wir im Hotel.
Auf eines möchte ich hinweisen, wenn immer es möglich ist, sollte man einen Nonstop Flug buchen denn man spart Zeit und Nerven
Hotel Comfort Inn Airport, Phone: 303-367-5000 Fax: 303-367-5300
16921 E 32ND AVE, Aurora Colorado (Note: 1) 66 US$
Zweiter Tag :
Denver,
CO to Torrington, WY

Mein baldiges Erwachen, es war 5 Uhr morgens, war bestimmt eine Folge der Zeitverschiebung. Putzmunter lag ich im Bett und so kam mir die Idee zum Flughafen zu fahren um diesen im Bild fest zu halten.
Der
Denver International Airport, ist der größte Flughafen
der Welt, und für mich auch einer der schönsten. Die Abfertigungshallen
sind mit einer Konstruktion ausgestattet in Form von Indianerzelten.
Im Inneren sind Wasser, Glas und glänzendes Gestein harmonisch
abgestimmt.
Um
6:30 war ich wieder im Hotel, wo meine Freundin schon ganz unruhig auf
mich wartete. Nach einem kurzen Continental Frühstück fuhren wir bei
bewölkten Himmel los Richtung Rocky Mountains National Park.
Von Denver fährt man die 120 km bis zur Ortschaft Estes Park in 2
Stunden.
Über
Boulder führt eine schöne Straße in den Park. Leider war dieser Tag sehr
stark bewölkt mit einigen Niederschlägen. Die Sicht auf unzähligen
Bergspitzen der 3-u.4 Tausender war teilweise sehr schlecht. Etwa 100
Berge sind über 3000m hoch, über 40 Berge mehr als 4200 Meter. Die 72 km
lange Trail Ridge Road ist die höchste Passstraße
Nordamerikas (3713m) und eine der Spektakulärsten.
Oberhalb der Baumgrenzen fährt man von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt. Gletscher, tiefe Schluchten, Wildtiere und schön gelegene Gebirgsseen wie der Bear Lake erfreuen das Auge.
Man
sollte etwas mehr als 4 Stunden einkalkulieren um
diesen Park näher kennen zu lernen. Als wir uns um 15 Uhr auf den Weg
Richtung Torrington machten, schien plötzlich die Sonne und wir konnten
noch einige Gletscher vom Auto aus sehen und bewundern. Um 18 Uhr kamen
wir in Torrington an. Im Tank höchstens noch ein Liter Benzin. Es war
mir unvorstellbar, dass es auf einer 250 km langen Strecke keine
Tankstelle gab. Nur fern gelegene Ranches mit endlosen Weiden waren zu
sehen. Ab sofort wurde getankt sobald die Hälfte des Tanks erreicht war.
Hotel Holyday Inn Express, Phone: 307-532-7600 Fax:
1700 East Valley Road , Torrington WY 82240 (Note: 1) 57 US$
Dritter Tag :
Torrington,
WY to Rapid City, SD South Dakota
Erster
Stopp auf dieser Etappe war das
Fort Laramie.
Von
1849 bis 1890 war das Fort einer der wichtigsten Befestigungen im Westen
von Amerika. Die Armee schützte die Einwanderer und Siedler auf den
Oregon Trail vor den Übergriffen feindlicher Indianer.

Es gibt mehrere Forts auf dieser Etappe zu besichtigen. Interessant ist aber nur Fort Laramie. Mit Teils noch recht gut erhalten Gebäuden, die Zimmer in ursprünglichen Einrichtungen und mit einen informationsreichen Visitor Center kann man sich in die Vergangenheit zurück versetzen. Nach der Besichtigung hatte ich Pech. Ein Polizeiauto ausgerüstet mit Videokamera erwischte mich mit 80 Meilen Geschwindigkeit. Erlaubt waren 65 Meilen. Ohne wenn und aber musste ich 75 $ Strafe zahlen. Die nächsten Ziele waren das Crazy Horse Monument nahe der Ortschaft Custer und Mount Rushmore nahe der Ortschaft Keystone.
Eine wunderschöne Strecke durch die Black Hills begleitete uns. Gegen Mittag kamen wir in Rapid City an. Nachdem ich das Hotel gefunden hatte, was nicht ganz einfach war, in dieser mit fast 60000 Einwohnern großen Stadt mit einer flächenmäßig riesigen Ausdehnung, konnten wir uns ohne Hast und Eile die beiden nicht weit von einander liegenden Parks ansehen. Um nur das Crazy Horse Monument zu sehen, kann man sich die 18 $ Eintritt sparen. Auch die mit einem Bus angebotene Tour(3 $) zum Felsen der Skulptur kann man sich schenken. Vor dem Eingang zum Park hat man einen guten Blick zu diesem nur zum Teil fertigen Monument.
Das
Projekt des Bildhauers Ziolkowski ist die Schaffung einer riesigen
Felsskulptur von Indianerhäuptling Crazy Horse auf einem Pferd. Wenn
dieses Projekt einmal fertig ist, wäre es die größte Skulptur der Welt
mit einer Höhe von 170 Meter und einer Länge von 195 Meter.

Seit 1947 wird das Projekt betrieben, das nur aus Spenden und Eintrittsgeldern finanziert wird. Ein 1:34 Modell der Skulptur ist auf dem Gelände zu sehen. Im riesigen, ganz aus Holz erstellten Visitor Center ist ein Indianermuseum angeschlossen.
Zurück auf der U 16 fährt man zum Ort Keystone. Er ist Ausgangspunkt für den Touristenstrom zum Mount Rushmore National Memorial.
Das
weltbekannte Monument umfasst die in Granit gemeißelten 20 Meter hohen
Köpfe von vier Präsidenten der USA. Es sind von links nach rechts:
George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore
Roosevelt.
Die Amerikaner nennen den fast 2000 Meter hohen Berg den "Altar der Demokratie"
Es ist das Werk des Bildhauers Gutzon Borglum der mit seinem Sohn
Lincoln und mehreren hundert Arbeiter von 1927 - 1941 diese Granitwunder
schuf. Er durfte die Vollendung nicht mehr erleben.

Mit über 3 Millionen Besuchern ist es der meistbesuchte Park der USA.
Nach einem guten Abendessen in dem lebhaften Ort Keystone, es gibt hier zahlreiche gute Restaurants, fuhren wir zurück nach Rapid City.
Motel 6, Phone: 605 343 3687 Fax:605343 7566
620 E Latrobe Street , Rapid City SD 57001 (Note: 2) 76 US$
Vierter Tag :
Rapid
City, SD to Buffalo, WY
Wieder war es ein strahlend blauer Himmel der uns am Morgen begrüßte. Nach einem ausgiebigen Frühstück im gegenüberliegenden Restaurant machten wir uns auf dem Weg nach Buffalo. Erstes Ziel war die Ortschaft Sturgies. Alljährlich findet hier seit 61 Jahren ein irres Bikertreffen statt mit über 50000 Motorradfahren aus allen Teilen der USA. Die kleine Stadt trotzt mit unzählig vielen Ständen voller T-Shirt, Zubehör für Motorräder und sonstigen Artikeln die ein Motorradfahrer Herz höher schlagen lässt. Gesehen und gesehen werden ist das Motiv der Biker.
Auf
einer landschaftlich sehr schönen Strecke geht es weiter zu unserem
nächsten Ziel das Devils Tower National Monument. Es
ist dies auch heute noch ein heiliger Ort der Indianer. Es ranken sich
viele Legenden um den Berg und seiner Entstehung. Der Teufelsturm, ein
riesiger Klotz aus Basalt erhebt sich weit sichtbar 270 Meter über die
Ausläufer der Black Hills.
Er
ist bei Bergsteigern sehr beliebt und wir sahen an die 10 Rockclimber in
den Steilwänden des Devils Tower herum turnen.
Den 5 km lange Rundwanderweg Red Beds Trail mit immer neuen Perspektiven des Berges sollte man nicht auslassen. Wir verbrachten einige Stunden in den Park, da es bis Buffalo keine weiteren Sehenswürdigkeiten gab.
Buffalo mit ca. 4000 Einwohnern ist ein verschlafenes Nest ohne nennenswerte Eindrücke.
Motel 6, Phone: 307 684 7000 Fax:307 684 8780
100 Flat Iron Drive , Buffalo 82834 WY (Note: 1) 76 US$
Fünfter Tag :
Buffalo,
WY to Powell, WY
Von Buffalo ging es auf der Interstate 90 rund 100 km durch eine eintönige, hügelige Weidelandschaft. Kurz nach Sheridan kommt man zur US 14 und erreicht nach weiteren 50 km den Bighorn National Park.

Wir
durchfahren eine idyllische Landschaft mit Passhöhen in 3000 m Bereich
ohne touristischen Hauptbetrieb, es gibt fast keine Service
Einrichtungen. Am Sibley Lake, einen wunderschön
gelegenen Bergsee machten wir Pause. Man kann den See in gut 1 1/2
Stunden zu Fuß umrunden. Wer einsame Gebirgswelt sucht wird mit den
Bighorns Mountains
gut bedient.
Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Powell. Nach dem Aufsuchen des gebuchten Hotel hatten wir noch genügend Zeit Cody, die Stadt von Buffalo Bill, zu besichtigen.
William F.Cody besser bekannt als Buffalo Bill war der Gründer dieser Stadt im Jahr 1896. Wie kein anderer, prägte er das Bild von Wilden Westen. Der beeindruckende Museums-Komplex präsentiert eine breite Palette von Leben und der Legende von Buffalo Bill.
Des weiteren erfährt man viel über die Kultur der Indianer und
vieles
andere mehr. Die 7 US$ Eintritt sind gerechtfertigt. Eine Galerie mit
allen Künstlern die sich von 1880 bis heute mit den Wilden Westen
bildlich beschäftigten ist einmalig. Das Winchester Arms Museum
beherbergt eine umfangreiche Waffensammlung.
Von Anfang Juni bis Ende August beginnt täglich um 20:30 in der Arena am hinteren West Cody Strip ein Rodeo Spektakel für die vielen Touristen. Eintritt 12 US$. Unbedingt einen Besuch abstatten sollte man der "$100000 Bar" im Hotel Irma". Die Theke ist ein Geschenk Queen Victorias von England. Das Hotel trägt den Namen der Tochter von Buffalo Bill.
Best Western Kings Inn, Phone: 307 754 5117 Fax:
777 East Second Street , Powell 82835 WY (Note: 2) 62 US$
Sechster Tag :
Powell,
WY to West Yellowstone, MT Montana
Sehr früh fuhren wir an diesem Tag los. Der Himmel war wieder
strahlend blau. Die oben angegebene Strecke über Cody führt am
schnellsten zum Yellowstone NP. Nach einem kurzen
Aufenthalt am
Buffalo Staudamm fuhren wir weiter Richtung
Pahaska. Wir waren schon 100 km gefahren als auf den ersten
rollenden Straßeninformationswagen die Meldung zu lesen war, dass die
Straße zum Yellowstoné NP geschlossen ist. Ein Waldbrand war die
Ursache. Ärgerlich kehrten wir um und fuhren die Ausweichstrecke US 296
die als Chief Joseph Science Highway
bezeichnet wird. Die tolle Landschaft entschädigte uns für den
Umweg und den Ärger. Weiter auf der US 212 kommt man nach Cook City und
Silver Gate zum Yellowstone NP.

Mit der Schaffung des Yellowstone Nationalparks 1872, begann weltweit die Geschichte mit den Nationalparks. Der Yellowston NP ist der wohl bekannteste NP der USA. Er liegt in den mittleren Rocky Mountains im Nordwesten von Wyoming. Mit einer Fläche von 90x100 km ist er der größte und auch vielfältigste Park der USA. Es ist die größte Hexenküche der Welt, denn wo man auch geht, überall brodelt und zischt es, es riecht nach faulen Eier (Schwefelwasserstoff), was man am deutlichsten in der Nähe der Sinterterrassen ( Sulfur Hole) bei Mammoth Hot Springs wahrnimmt.
Unzählige Sehenswürdigkeiten, alle vorzustellen wäre zu viel des
guten, liegen an der Grand Loob Road, der Parkstraße
die auf der Landkarte eine große Acht bildet. Im Nordwesten liegen die
Kalksinterterrassen der Mammoth Hot Springs. Südlich der
Madison-Straßenabzweigung führt eine Einbahnstraße zu den Fire
Hole Canyon mit den
Firehole
Wasserfall und den
Fountain Paint Pot einen brodelten Schlammteich. Im
Midway Geysir Basin liegt eine heiße Quelle (Prismatic Springs)
mit einem Durchmesser von 100 m die in herrlichen Farben, hervorgerufen
durch verschiedenen Algenarten, hervorsticht. Weitere Attraktionen sind
der 42 m hohe Tower Wasserfall sowie der bekannteste
Geysir unter den vielen, der Old Faithful der
stündlich seine bis zu 55m hohe Wasserfontaine, beobachtet von hunderten
von Zuschauern, ausstößt. Um diese Wunderwelt inklusive
Tierbeobachtungen intensiv zu sehen, benötigt man mindestens eine Woche.
Vermeiden sollte man dabei die Monate Juli und August wo hunderttausende
Touristen den Park besuchen.
Wir waren bis zum Sonnenuntergang im Park und fuhren dann nach West Yellowstone zu unserem Hotel. West Yellowstone liegt im äußersten Süden von Montana und besteht eigentlich nur aus unzähligen Hotels, Restaurants und Souvenirshops.
Best Western Weston Inn, Phone: 406 646 7373 Toll Free Reservation: 800 599 9982
103 Gibon Street , West Yellowstone 59785 MT (Note 2) 76,50 US$
Siebenter Tag :
West
Yellowstone, MT to Helena, MT

Wir standen sehr früh auf und verbrachten die Zeit bis zum späten Nachmittag im Yellowstone NP . Von Mammoth Hot Springs über Gardiner fuhren wir dann wieder durch eine wunderschöne Berglandschaft nach Helena der Hauptstadt von Montana. Am höchsten Punkt der Stadt steht das State Capitol von Montana. Es ist eine kleine hübsche Stadt und erweckt nicht das, was wir uns unter einer Hauptstadt vorstellen. In 2 Stunden hatten wir den Kern der historischen Innenstadt besichtigt.

Holiday Inn Express, Phone: 406 449 4000
701 Washington Street , Helena 59601 MT (Note: 2) 59,40 US$
direkt zur 2.Woche
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USA - Kanada Rundreise








