Tour 3: Der Vulkan Haleakala
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Haleakala Revealed Haleakala majestätischer Berg auf Maui geboren von
der See, mystisch und himmlisch schöner Koloss in Kraft und Größe.
So steht es auf einer Tafel am Itor Center.
Eigentlich
wollte ich den Sonnenaufgang auf dem Haleakala erleben.
Dann aber dachte ich, der ist nicht anders als die Sonnenaufgänge auf
den Tempelberg in Sinai, am Monument Valley, im Bryce Canyon, im
Yellowstone Nationalpark oder die Sonnenuntergänge am Grand Canyon, oder
auf Bali. Also ersparte ich mir das frühe Aufstehen und besuchte den
Vulkan am Tag.
Eine
breite gut ausgebaute Straße überwindet die weltweit größte
Höhendifferenz auf der kürzesten Strecke, 10035 foot (3.000 Höhenmeter)
auf 37,5 Meilen (60 Kilometer). Die Straße zum
Haleakala führt von Kahului über den Westhang
bis zum Kraterrand hinauf.
Bevor
man los fährt, sollte man sich über das Wetters informieren, da
sich ziemlich oft der Gipfel in Wolken hüllt und man dann die
unglaubliche Schönheit dieser Natur nicht sieht. Von
Wailuku sind es gut 2 Stunden Fahrzeit. Erst beim 2.
Versuch hatte ich Glück mit dem Wetter. Wer den Nationalpark besucht,
sollte warme Kleidung mitnehmen, denn immerhin liegt der Gipfel 3.055
M.ü.M. und oben kann es recht kalt und windig sein. Zuerst fährt man zum
Highway 37.
Dann
biegt die Straße hinter
Pukalani nach links ab auf die Road 377 und schließlich
fährt man die letzten 10 km auf der 378, einer kurvenreichen Straße, auf
der man die restliche Höhendifferenz bis zum Kraterrand bewältigt.
Der
Eintritt in den Haleakala Nationalpark kostet 10 U$ pro
Auto und gilt für 6 Tage. Auf 2.140 Meter liegen knapp 1 1/2 Km nach
Einfahrt in den Park die Gebäude der Parkverwaltung. Hier kann man eine
kleine Ausstellung besichtigen und sich über die Wanderbedingungen im
Park erkundigen. Die riesige Kraterlandschaft kann man
zu Fuß oder auf dem Pferderücken durchwandern. Es gibt im Park weder
Speisen noch Getränke, und eine Tankstelle ist auch nicht vorhanden.
Also vorsorgen, wenn man Wandern möchte.
Das
"House of the sun". ein Besucherzentrum, liegt auf
2.987 Meter, und wenn ein kräftiger Wind bläst, ist man froh über die
gläsernen Schiebetüren, die in den beheizten Innenraum führen.
Der
höchste Punkt ist ein Schutzbau der
Puu Ulaula Overlook mit 3055 Meter. Hier lassen sich
die Gipfelstürmer vor der Eingangstür mit der Höhenangabe fotografieren.
Es ist dadurch nicht ganz einfach, wenn man in das Gebäude möchte.
Ruhiger geht es am Leleiwi Overlook (2682 Meter) und am
Kalahaku Overlook (2842 Meter) zu. Beide mit fantastischem
Blick.
Der
Vulkan Haleakala, das bedeutet „Haus der Sonne“, ist gut 1500 Meter
höher als jeder andere Gipfel auf Maui.
Sein
Krater ist ein beeindruckender Anblick: 34 Kilometer Umfang und 900
Meter tief. New York´s Manhattan hätte Platz darin. Es erheben sich etwa
ein Dutzend kleine und jüngere Vulkankegel aus grau-schwarz bis
gelb-rotem Lavagestein. Der Haleakala ist 1790 zum letzten Mal
ausgebrochen. Im Haleakala National Park ist ein Teil des größten
ruhenden Vulkans der Erde unter Naturschutz gestellt. In der Nähe des
Gipfels befindet sich
Science City. Hinter den weißen Kuppeln verbergen sich
mehrere zivile und militärische Observatorien. Besucher sind hier nicht
zugelassen.
Eine
Rarität stellen die
hier
gedeihenden, auf wenige Exemplare reduzierten 'ahinahina
oder Silverswords, eine Sonnenblumenart dar. Diese wachsen hier im
kargen Lavagestein und sind eine seltene einheimische wasserspeichernde
Pflanze, die nur hier am Gipfel des Halekala wachsen und sonst nirgendwo
auf der Welt!
Ihr
Fortbestand ist stark gefährdet, teils durch
Parkbesucher
oder von den verwilderten Ziegen, denen die ungewappneten Pflanzen zum
Opfer fallen. Hinter dem Parkhauptquartier werden mit Erfolg Nene oder
Hawaii-Gänse in ihrem natürlichen Lebensraum gezüchtet und im Park
freigesetzt.
Um
10 Uhr begann ein einmaliges farbenprächtiges Erlebnis bei herrlichem
Wetter. Um den Krater des Haleakalas in all seinen Facetten zu erleben,
sollte man eine Wanderung in den Krater hinein unternehmen. Alle
Wanderwege gehen zunächst steil bergab und später ebenso steil und
ziemlich anstrengend wieder bergauf. Ich wählte den Sliding
Sands Trail. Nur geübte Wanderer sollten auf dem Sliding Sands
Trail in den Krater steigen um diese Tour zu bewältigen.
Diese
Tagestour von 19 km beginnt vom Visitor-Center aus, geht hinab in den
Krater und auf dem Halemauu-Trail wieder nach oben. Für
diese Wanderung ist es sinnvoll, das Fahrzeug beim
Halemauu-Trail zu parken, was mir ein Park-Ranger empfohlen
hatte und sich dann zum Ausgangspunkt der Wanderung von einem
aufwärts
fahrenden Fahrzeug bis zum Besucherzentrum mitnehmen zu lassen. Ein
Geländewagen mit 2 jungen Japanern aus Tokio nahm mich mit. Die
Wanderung führt zunächst abwärts in den riesigen Krater zum
Halalii-Krater Slidings Sand Trail und über den
Silversword-Loop bis zur Hölua-Hütte.
Die
letzten 3 Kilometer führen sehr steil aufwärts um den
Leleiwi-Felsen herum zum Parkplatz.
Eine
gute Kondition ist hier Voraussetzung. Auch genügend Proviant und
Flüssigkeit ist erforderlich. Erst jetzt, in der späten
Nachmittagssonne, sieht man den Krater in seiner vollen Pracht und alle
seine fast utopischen Farben kommen jetzt in diesem Licht zur Geltung.
Aquarellfarbene
Dünen aus Lava-Asche und Tuffkegel kleinerer Vulkane, die wie der
Puu o Maui bis zu 300 Meter aufragen, prägen
den
Talboden, den ein zerklüfteter, bizarrzackiger Kraterrand umgibt. Ein "erhabenes
Naturschauspiel", wie ich es nur vom Grand Canyon her kannte.
Müde, aber doch innerlich ausgeruht, kam ich um 17 Uhr wieder zu meinem
Fahrzeug. Ein mir unvergesslicher Wandertag war zu Ende. Noch eine kurze
Anmerkung zum Vulkan.
Als
ich das erste mal zum Haleakala fuhr und wegen schlechten Wetters am
Gipfel wieder
umkehrte,
sah ich ein ungewöhnliches Spektakel. Der Haleakala Highway ist die
bekannteste
Mountainbike - Strecke auf Maui, allerdings in der
anderen Richtung, also "downhill". Im Kleinbus werden die Abfahrer zum
Gipfel gefahren. Die Räder werden im Anhänger transportiert. Warme
Kleidung wird zur Verfügung gestellt.
Ein
Führer erklärt einige Zeichen um für die Sicherheit zu garantieren.
Dann
fährt er auf dem Bike voran, und die Gruppe folgt ihm. Den Schluss
bildet der Kleinbus. Die Bikes haben Spezialbremsen, und ansonsten
werden hauptsächlich die Handgelenke und die Sitzfläche beansprucht.
Dieses 60 km bergab Vergnügen kostet 60 US$.
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