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Tour 2: |
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Die
weltberühmte "The Road to Hana" ist
ein
Reiseziel für sich selbst. Unter schwierigsten Bedingungen wurde der
heutige Highway 360 damals, Anno 1927, an der Steilküste gebaut. Es ist
eine bezaubernde und abwechslungsreiche Fahrt von Kahului
entlang der Nordküste Ost Mauis, bis
nach Kipahulu wo man dann nur noch mit einem Auto
mit Allradantrieb weiterkommt. Es ist eine 57 Meilen lange Strecke, von
denen 39 Meilen kurvenreich sind, mit einer schmalen, oft am Berg
klebenden Serpentinenstraße mit ungefähr 600 Haarnadelkurven, über 50
einspurigen Brücken und engen Ortschaften. Hin und zurück eine lange
Tagestour. Erster Stopp war Pa´ia, ein nettes Städtchen
mit urigen Restaurants, windschiefen Fassaden im Western-Look
und
wahnsinnig vielen Surfläden.
Auch
einige Künstler und Galerien haben sich in den alten Häusern stilvoll
eingerichtet. Ein einziges Chaos war der Verkehr. Um einige Eindrücke
von dieser kleinen Stadt zu bekommen war es sinnvoll, außerhalb zu
parken. Wer seinen Benzintank nicht voll hat, sollte hier nochmals
tanken, denn zwischen Paia und Hana kommt keine Tankstelle mehr. Etwas
außerhalb von Paia, in Richtung Hana, befindet sich Mamas Fish House,
das wohl beste Restaurant auf Maui. Ohne vorherige Reservierung hat man
keine Chance auf einen Platz.
Unweit von Pa´ia sind einige Strände, die zum Baden geeignet sind. Nicht dazu gehört Ho´okipa Beach.
Der
Ho'okipa Beach Park bei Paia ist vielleicht die berühmteste Stelle für
Windsurfer auf der ganzen Welt. Im Winterhalbjahr werden hier die Wellen
12 Meter hoch. Hier sind dann die weltbesten Profis zu Hause. Ende März
(PWA World Cup) und Anfang November (Aloha Classic) trifft sich die
Weltelite der Windsurfer in Ho'okipa zu den beiden wichtigsten "Wave"
Regatten.
Eine
Zufahrt führt zu einem Besucherparkplatz mit Lookout als auch hinunter
zum Beach Park. Vom Aussichtspunkt für die Besucher oben auf der Klippe
hat man einen schönen Blick über die Buchten. Leider sah ich die Wellen
nicht ganz so groß. Von hier aus geht es noch 16 Meilen auf der besseren
Road 36 die dann zu 360 wird und die Meilenmarkierung wieder auf Null
zurückspringt.
Ein
Schild mit der Aufschrift "narrow winding road next 36 miles"
kündigt den kurvenreichen Abschnitt an. Kurz vorher kommt man zu den
Twin Falls. Am
Eingang
bieten Händler Getränke oder frisches Obst an. Auch Mittel für Moskitos
waren dabei. Man geht 15 Minuten durch einen dichten Regenwald. Nach 10
Minuten kommt man zu einer Kreuzung und geht dann links den Weg weiter.
Am Ende des Weges kommt eine Lichtung und ein kleiner Wasserfall
stürzt von ca. 50 Metern Höhe in ein Becken, in dem sich teilweise die
Besucher erfrischen. Um zu diesem Becken zu gelangen, muss man einen
Bach auf Kieselsteinen überwinden. Nach den Twin Falls beginnt dann die
kurvenreiche Fahrt.
Meistens
gibt es einen markierten
Mittelstreifen,
manchmal aber auch nicht. Einige wenige einspurige Kurven fordern
besondere Aufmerksamkeit. Nahezu jede einzelne Schlucht passiert man
über eine "One Lane Bridge", wobei die Fahrer oft einen
kurzen Stopp auf der Brücke machen, um zu fotografieren.

Etwa
in der Nähe des
Mile Marker 17
verläuft die Straße wieder an der Küste, und es gibt einige Parkplätze,
an denen man gute Aussicht hat. Nächster Stopp ist ein sehr schöner. Es
sind die
Puchokamoue Falls, hier gibt es unter dem kleinen
Wasserfall auch einen Natur Pool und hier kann man sogar auch herrlich
baden! Es ist recht idyllisch hier.
Leider
hatte ich nicht die Zeit zu baden, denn der Weg ist das Ziel. Bei einem
Stopp am Keanae Arboretum kann man einen Spaziergang in
eines der überwucherten Seitentäler machen. Exotische tropische Pflanzen
aus allen Teilen der Welt sind hier angepflanzt.
Man
passiert
Wailua, einen abgeschiedenen Ort, in dem angeblich
Prominente wohnen. Ein anderer Fleck, den man nicht verpassen sollte,
ist der Eukalyptus-Regenwald am Waikamoi-Naturlehrpfad. Der
Waikamoi Natur Trail sorgt für eine kurze Abwechslung vom
Autofahren.
Die
nächste Sehenswürdigkeit, die man, sich nicht entgehen lassen sollte,
ist Nahiku.
Eine
kleine Abfahrt, ganz überraschend hinter einer Spitzkehre mit Brücke,
führt hinab auf einer schmalen kurvigen Straße mit üppiger Vegetation.
Beeindruckend ist der Duft nach Hibiskus, Papaya, Granatäpfel, Ananas
und Eukalyptus. Die wenigen Häuser, mal mehr, mal weniger gepflegt,
könnten von so genannten Aussteigern sein.
Am
Ende der Straße steht man dann auf einem kleinen Parkplatz. Eine aus
schwarzer Lava stammende bizarre Küstenlandschaft tut sich auf. Massive
und stark verwitterte Lavaströme, die noch vom letzten Ausbruch des
Haleakala vor 200 Jahren stammen, erzeugen eine Landschaft,
deren kahle Schönheit und natürliche Steinskulpturen sich bis ins Meer
erstrecken.
Hier
erlebt man die Kräfte der Natur. Die Wellen des Pazifiks
krachen
mit tosender Gewalt an die im Meer stehenden Lavafelsen. Meterhoch sieht
man die weiße Gischt bis sie der Wind im Meer verteilt. Ein
Naturschauspiel, einfach wunderbar.
Kurz
vor Hana komme ich zum
wildromantischen
Waianapanapa State Park, wo der Ozean auf einen
pechschwarzen Strand brandet. Es ragen einige schwarze Felsen aus dem
Ozean mitten im türkisblauen Wasser heraus. Dazu das palmenreiche
Hinterland. Der Kontrast ist grandios. Hier machte ich etwa eine Stunde
Pause mit einem kleinen Spaziergang auf der Felsküste.
Es
gibt hier gut ausgebaute Spazierwege. Es sind zwar relativ viele Stufen
zu überwinden,
doch
es lohnt sich. Am Ende kommt man zu einem schwarzen Sandstrand. Ein
kurzer Weg führt auch zu Lavahöhlen, von denen eine nur
unter Wasser zu erreichen ist. Es war nun schon später Nachmittag und
zwei weitere touristische Ziele wollte ich noch anfahren. Da wäre die
der Straße ihren Namen gebende Stadt Hana.
Hier
vollzieht sich der alte Lebensstil von Hawaii noch immer mit der
gleichen Gemächlichkeit,
die
auf Besucher so zauberhaft wirkt. Ein recht verschlafenes Dorf mit 1000
Einwohnern, hübschen Häusern und Vorgärten. Leider habe ich vergessen,
dass hier eine Kirche ist, in der Charles Lindbergh
begraben liegt. Es war Mittlerweile schon später Nachmittag und die
Seven Pools mein letztes Ziel.
Hinter
Hana geht der Highway 360 in den Highway 31 über und
wird noch enger und kurviger sowie schlechter. Ich war am überlegen, ob
ich die 30 Minuten zu den Seven Pools im Kipahulu District des
Haleakala Nationalparks noch besuchen soll.
Das
ist eine Vielzahl terrassenförmiger, natürlicher Pools, in
denen
man schwimmen kann. Von den Pools kann man zu Fuß zu den Wasserfällen
Makahiku und Waimoku gelangen. Für große
Wanderungen reicht die Zeit nicht mehr und so verzichtete ich auf den
Fußmarsch zu den Wasserfällen. Ein primitiver Campgrund befindet sich in
Meeresnähe.
Am
Parkplatz von
Oheo Gulch befindet sich eine Rangerstation des
Nationalparks. Hier kann man sich über die Beschaffenheit der Wanderwege
informieren. Infotafeln geben über das Leben der alten Hawaiianer
Auskunft. Am Schluss dieser Tour hatte ich noch einen atemberaubenden
Ausblick aufs Meer mit einem traumhaften Sonnenuntergang.
Die
Heimfahrt war für mich eine nicht erahnte Tortur. Die Nacht kam so
schnell und es war keine Freude, die Straße ohne Mittelstreifen und den
Kurven zu befahren. Nach Hana hatte ich dann Glück, dass ein roter Ford
Mustang plötzlich an mir vorbei fuhr. Der Fahrer kannte die Strecke,
denn er fuhr mit einer schlafwandelnden Sicherheit von einer Kurve in
die andere. Ich konnte mich an seine Stoßstange heften und so begann
eine Wettfahrt bis nach Pa´ia. Auf der 39 Meilen langen
Strecke kamen uns ganze 4 Autos entgegen. Ich war froh, als ich endlich
auf der breiten Straße nach Kahului war. Als die Straße
doppelspurig war, fuhr ich neben dem Ford Mustang. Es waren zwei junge
Leute, die mich anlachten. Ich bedankte mich mit einem Handzeichen und
war glücklich, als ich am Hotel ankam. Meine Empfehlung: Die Straße von
Hana sollte man nicht in einem Tag bereisen. Besser ist es in Hana zu
übernachten und am nächsten Tag die Schlucht des Haleakalas
auf der 31 zu umfahren.
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